Die PSV bittet zum letzten Derby

Recklinghausen. Die ganz große Spannung ist weg. Das breite Mittelfeld, das im Prinzip fast über die gesamte bisherige Saison hinweg fließend in die Abstiegszone überging, hat sich mittlerweile ein wenig distanziert. Von ganz oben und ganz unten. Die drei Vest-Vertreter in der Handball-Verbandsliga werden größtenteils ausgezeichnet damit leben können. Ist der Klassenerhalt doch zumindest sehr wahrscheinlich.

„Von Platz drei bis zehn ist noch alles machbar“, sagt Ingo Häußler, der Trainer des SV Westerholt. Mehr aber nicht. Platz eins und die Position des Schlusslichts sind seit Wochen, sogar Monaten sicher vergeben. Als Vorletzter steht dem TV Schwitten noch ein hartes Restprogramm bevor. Lediglich das Rennen um Platz zwei, der möglicherweise eine Aufstiegsrelegation zur Folge hat, zwischen Teutonia Riemke und dem OSC Dortmund ist noch offen. Dass Samstag (19.30 Uhr, Sporthalle Nord) das letzte Derby zwischen der PSV Recklinghausen und den Westerholtern über die Bühne geht, nehmen die Verantwortlichen deshalb umso erfreuter zur Kenntnis.

Schließlich geht es noch einmal um ein wenig mehr als Punkte. Zumindest normalerweise. PSV-Trainer Kai Müller sieht seine Vorfreude nämlich gedämpft. „Aktuell kann ich keine sieben gesunde Spieler auf den Platz bringen. Es ist schwer, sich dabei überhaupt auf das Spiel zu konzentrieren. Bei so einem Spiel ist das natürlich schade.“ Allerdings sieht Müller die Westerholter sowieso im Vorteil. „Sie sind einfach besser besetzt als wir. Das wird eine ganz schwierige Nummer. Zumal Westerholt gut drauf ist und seine Schwächeperiode aus der Hinrunde überstanden hat.“ Dabei sicherte sich die PSV zuletzt selbst vier Siege in Folge und damit schon fast sicher den Ligaerhalt. Doch Müller bleibt vorsichtig. „So lange für Schwitten noch etwas machbar ist, werde ich mich nicht aus dem Fenster lehnen.“

Für Häußler ist es nicht nur das letzte Derby der Saison, sondern aufgrund seines Abschieds am Saisonende wohl auch auf längere Sicht erst mal sein letztes Lokalduell. Er erwartet „ein Spiel auf Augenhöhe.“ Dass die ambitioniert in die Spielzeit gestarteten Westerholter und die vor der Saison von vielen Seiten als Abstiegskandidat eingestufte PSV mittlerweile nur noch ein Zähler in der Tabelle trennt, führt er auch auf die positive Entwicklung seines früheren Vereins zurück. „Sie haben sich spielertechnisch im Laufe der Saison verstärkt. Mit Christian Jacoby haben sie eine gute Ergänzung dazugeholt, der sehr stark bei Kontern ist und dann kam auch Kay Sodys dazu.“ Dennoch möchte er mit seinem Team „den Trend beibehalten.“ Die Westerholter verloren nur eines der letzten sechs Spiele.

Während die personelle Situation der Westerholter voraussichtlich unverändert ist, Linksaußen Lars Preuß könnte sein Comeback nach langer Verletzungspause geben, muss Müller kurzfristig über die Besetzung entscheiden. Gut möglich, dass er auf Kräfte aus dem Bezirksliga-Kader der PSV, beispielsweise auf Roland Lange, der in der nächsten Saison auch in Verbandsliga zum Team gehören soll, zurückgreift. Motivation wird aber auch für die geschwächte PSV nicht das Problem sein. Für die Westerholter sowieso nicht. Sie verloren das Hinspiel überraschend mit 31:37.

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