Westerholt dominiert das „Kuschelderby“

RECKLINGHAUSEN. An Brisanz und hochemotionalen Momenten hat es den Verbandsliga-Duellen im Vest in den vergangenen Wochen wahrlich nicht gemangelt. Ausgerechnet der Vergleich zwischen der PSV Recklinghausen und dem SV Westerholt wurde schon im Vorfeld zum „Kuschelderby“ ausgerufen.Und das hielt über weite Strecken, was es versprach: Bei Westerholts 34:28-Erfolg in der Halle Nord verhängten die Schiedsrichter zwölf Zeitstrafen, durch übermäßige Härte fielen die Kontrahenten aber nicht auf. Dass die Gäste am Ende einen souveränen Sieg einfuhren, lag an einer schludrig auftretenden PSV.



„Westerholt musste gar nicht ans Limit gehen, weil wir zu viele technische Fehler oder freie Bälle vergeben haben“, analysierte PSV-Trainer Kai Müller. Denn warfen seine Schützlinge auf das Tor, verhinderte SVW-Schlussmann Daniel Pavlakovic mit zahlreichen Paraden den Einschlag. Und hatte der Ball mal Pavlakovic passiert, klatschten viele Würfe ans Gebälk. Folge: Nur zehn PSV-Tore zur Halbzeit. So konnte sich Westerholt bis zur Pause auf sechs Tore absetzen – 16:10 (30.).

Nach der Pause kamen die Hausherren deutlich engagierter aus den Umkleiden und verkürzten mit fünf Treffern in Folge auf 15:16 (34.). Wie wichtig Christopher Klasmann für den SV Westerholt ist, zeigte die anschließende Phase: Mit zwei Toren legte der Rückraum-Shooter (am Samstag elffacher Torschütze) den Grundstein für den vorentscheidenen 5:1- Lauf der Gäste zum 16:21 (41.). Kai Müller: „So einen Spieler hätte ich auch gerne.“

Der SVW brachte den komfortablen Vorsprung ohne Mühe ins Ziel und revanchierte sich damit für die überraschende 31:37-Pleite in der Hinrunde. Westerholts Trainer Ingo Häußler, als Spielertrainer auch schon bei der PSV aktiv, war mit dem Spiel seiner Mannschaft im Großen und Ganzen zufrieden: „Ich kann nur über Kleinigkeiten meckern. Anfang der zweiten Halbzeit hätte die Partie kippen können, weil wir uns vornehmen, die Angriffe lang auszuspielen und trotzdem viel zu schnell abschließen. Gut, dass in dieser Phase Christopher Klasmann nach Belieben getroffen hat.“

Kollege Kai Müller hingegen war enttäuscht über die Niederlage, aber der Frust darüber hielt sich in Grenzen. „Diese Niederlage ist die Konsequenz einer schwachen Trainingswoche mit nur einer Einheit“, so der Coach. „Die Mannschaft braucht das Training und irgendwo hat uns im fortschreitenden Spiel der Glaube gefehlt, das Spiel noch drehen zu können.“ Müller nahm es abschließend mit Humor: „Immerhin haben wir den direkten Vergleich gewonnen.“

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