Das erste Derby bleibt ohne Sieger

WESTERHOLT. Das erste von vielen Derbys in der Verbandsliga 2 hat verdientermaßen keinen Sieger gefunden. Mit dem 27:27 (14:15), auf das sich SV Westerholt und PSV Recklinghausen logischerweise „einigten“, konnten beide Trainer auch ebenso logisch leben. Das Spiel hätte auch keinen Sieger verdient gehabt, zu schwankend waren die Leistungskurven hüben wie drüben. „Jede Mannschaft hat ihre Phasen gehabt“, meinte Recklinghausens Trainer Kai Müller, der in seinem dritten Eröffnungsspiel mit der PSV seinen ersten Punkt feierte. Die Partien zuvor hatte Müller noch verloren, also wertete er das Resultat am Samstag vor 300 Zuschauern schon mal als positiven Fingerzeig.

In der Tat waren die Unterschiede zwischen beiden Mannschaften minimal. Bemerkenswert dabei: Westerholt kann Abwehr! Mit der 5:1-Deckung hatte die PSV lange Zeit ihre Probleme, vor allem Lars Preuß als vorgezogener Mann in der Mitte agierte bissig wie ein Terrier. Lars Heckmann hatte bei seinem Pflichtspieldebüt auf der Westerholter Bank hier zweifelsfrei die richtigen Schlüsse aus der vergangenen Saison gezogen. „27 Gegentreffer sind okay. Wir spielen Handball im Jahr 2013, da gibt es keine Resultate mehr von 11:9 oder so“, meinte Heckmann.

Entscheidende Vorteile konnte sich zunächst keine Mannschaft verschaffen, lange Zeit verlief die Partie ziemlich ausgeglichen.

Lars Preuß sieht die Rote Karte

Dann sorgte Lars Preuß in der 46. Minute dafür, dass auch auf den Rängen endlich Derbystimmung aufkam. Ungewollt, muss man sagen. Dass Preuß aber Cedric Elsen beim Tempogegenstoß aus der Luft „pflückte“ und dafür die direkte Rote Karte sah, war unglücklich und überflüssig.

Die auf keinem hohen spielerischen Niveau stehende Partie wurde nun hektischer, und ausgerechnet der SVW konnte die Energie nun für sich nutzen, bog einen 18:21-Rückstand (43.) in eine 25:23-Führung um (56.).

„Hut ab vor meiner Mannschaft. Die kämpferische Leistung war heute bombastisch“, sparte Lars Heckmann daher nicht mit Lob für sein Team.

Potenzial für echte Helden, die dieses Derby hätte hervorbringen können, war nun zweifellos da. Wie PSV-Keeper Niklas Bell, der in den zweiten 30 Minuten gleich drei Siebenmeter entschärfte.

Wie Rosen Kolev beim SVW, der vier der letzten fünf Westerholter Treffer erzielte und nach verhaltenem Beginn nun Akzente setzte.

Beide Mannschaften hatten die Chance zum Sieg, beide verpatzten sie: Bei der in der Schlussminute in Unterzahl spielenden PSV leistete sich zwölf Sekunden vor Schlusssirene Pascal Fischer einen Schrittfehler, der Westerholt noch einmal in Ballbesitz brachte. Aber von Rechtsaußen scheiterte Fabian Hentschel hart bedrängt von Sebastian Schreiber.

STATISTIK
Westerholt: Frey, Pavlakovic – Schmedt (2), Braun (2), Preuß (3), Jacob (4/1), Hentschel (4), Schürmann, Weis, Georgiev, Klasmann (1), Leibner (4), Weißelstein, Kolev (8/2)
Recklinghausen: N. Bell, Rietdorf – Brannekämper (7), Kleine (2), Schreiber, Sodys (2), Fischer (1), Elsen (8/5), Albers, Lange, Berheide, Stöckmann, Schikorra, Fred. Bell (6)
Zuschauer: 300
Zeitstrafen: 4 SVW – 3 PSV
Rote Karte: Preuß (Westerholt; 46.)
Spielfilm: 4:2 (10.), 9:7 (20.), 12:10 (25.), 13:14 (29.), 14:15 (30.), 16:19 (36.), 19:21 (46.), 22:22 (52.), 25:23 (56.), 26:26 (58.), 27:27 (60.)

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Das Spiel hätte auch keinen Sieger verdient gehabt, zu schwankend waren die Leistungskurven hüben wie drüben. „Jede Mannschaft hat ihre Phasen gehabt“, meinte Recklinghausens Trainer Kai Müller, der in seinem dritten Eröffnungsspiel mit der PSV seinen ersten Punkt feierte. Die Partien zuvor hatte Müller noch verloren, also wertete er das Resultat am Samstag vor 300 Zuschauern schon mal als positiven Fingerzeig.



In der Tat waren die Unterschiede zwischen beiden Mannschaften minimal. Bemerkenswert dabei: Westerholt kann Abwehr! Mit der 5:1-Deckung hatte die PSV lange Zeit ihre Probleme, vor allem Lars Preuß als vorgezogener Mann in der Mitte agierte bissig wie ein Terrier. Lars Heckmann hatte bei seinem Pflichtspieldebüt auf der Westerholter Bank hier zweifelsfrei die richtigen Schlüsse aus der vergangenen Saison gezogen. „27 Gegentreffer sind okay. Wir spielen Handball im Jahr 2013, da gibt es keine Resultate mehr von 11:9 oder so“, meinte Heckmann.

Entscheidende Vorteile konnte sich zunächst keine Mannschaft verschaffen, lange Zeit verlief die Partie ziemlich ausgeglichen.

Lars Preuß sieht die Rote Karte

Dann sorgte Lars Preuß in der 46. Minute dafür, dass auch auf den Rängen endlich Derbystimmung aufkam. Ungewollt, muss man sagen. Dass Preuß aber Cedric Elsen beim Tempogegenstoß aus der Luft „pflückte“ und dafür die direkte Rote Karte sah, war unglücklich und überflüssig.

Die auf keinem hohen spielerischen Niveau stehende Partie wurde nun hektischer, und ausgerechnet der SVW konnte die Energie nun für sich nutzen, bog einen 18:21-Rückstand (43.) in eine 25:23-Führung um (56.).

„Hut ab vor meiner Mannschaft. Die kämpferische Leistung war heute bombastisch“, sparte Lars Heckmann daher nicht mit Lob für sein Team.

Potenzial für echte Helden, die dieses Derby hätte hervorbringen können, war nun zweifellos da. Wie PSV-Keeper Niklas Bell, der in den zweiten 30 Minuten gleich drei Siebenmeter entschärfte.

Wie Rosen Kolev beim SVW, der vier der letzten fünf Westerholter Treffer erzielte und nach verhaltenem Beginn nun Akzente setzte.

Beide Mannschaften hatten die Chance zum Sieg, beide verpatzten sie: Bei der in der Schlussminute in Unterzahl spielenden PSV leistete sich zwölf Sekunden vor Schlusssirene Pascal Fischer einen Schrittfehler, der Westerholt noch einmal in Ballbesitz brachte. Aber von Rechtsaußen scheiterte Fabian Hentschel hart bedrängt von Sebastian Schreiber.

STATISTIK
Westerholt: Frey, Pavlakovic – Schmedt (2), Braun (2), Preuß (3), Jacob (4/1), Hentschel (4), Schürmann, Weis, Georgiev, Klasmann (1), Leibner (4), Weißelstein, Kolev (8/2)
Recklinghausen: N. Bell, Rietdorf – Brannekämper (7), Kleine (2), Schreiber, Sodys (2), Fischer (1), Elsen (8/5), Albers, Lange, Berheide, Stöckmann, Schikorra, Fred. Bell (6)
Zuschauer: 300
Zeitstrafen: 4 SVW – 3 PSV
Rote Karte: Preuß (Westerholt; 46.)
Spielfilm: 4:2 (10.), 9:7 (20.), 12:10 (25.), 13:14 (29.), 14:15 (30.), 16:19 (36.), 19:21 (46.), 22:22 (52.), 25:23 (56.), 26:26 (58.), 27:27 (60.)


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