PSV hat gegen Telgte ganz leichtes Spiel

RECKLINGHAUSEN. Im Altertum galt der Stamm der Friesen als ein ziemlich wehrhafter. Davon scheint im Jahr 2013 nicht viel übrig. Zumindest nicht was den gleichnamigen Verein aus dem münsterländischen Telgte anbelangt. Der spielte bei der PSV Recklinghausen vor – und war beim 32:19 (16:10) der PSV hoffnungslos überfordert.„Wenn wir so weiter spielen, gewinnen wir in dieser Saison kein Spiel“, sagte Telgtes Trainer Alpár Jegenyés kurz nach der Schlusssirene, die die Gäste vor einer höheren Pleite bewahrte.


Was allerdings die Platzherren schon getan hatten: Nur rund 40 Minuten zeigte die PSV eine konzentrierte und ansprechende Leistung. Das reichte allemal, um einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg einzufahren. Schon nach elfeinhalb Minuten lag der Aufsteiger mit 3:8 im Hintertreffen. Es war ein Rückstand, der nie merklich schwinden sollte, im Gegenteil. Nach 38 Minuten betrug der Vorsprung der PSV beim 26:12 ganze 14 Treffer, und hätte die Sieben von Trainer Kai Müller nur annähernd so weiter gespielt, die Gäste wären wohl vollends unter die Räder gekommen.

„Da haben wir dann aufgehört, zu spielen“, meinte Müller, der aber damit keinesfalls ein Haar in der Suppe suchen wollte: „Was soll ich da meckern?“ Vielmehr galt es für den Übungsleiter, sich über einen gelungenen Saisonstart zu freuen. 3:1 Punkte sind eine mehr als ordentliche Ausbeute, zu einer echten Standortbestimmung taugte für die Nordstädter die Begegnung am Samstag, die in den letzten 20 Minuten vor sich hin plätscherte, nicht.

Entsprechend wollte Kai Müller auch kein Statement abgeben, wie er den Sieg einschätze. So leicht hatte es sein Team in der vergangenen Saison jedenfalls nie gehabt.

Basis der PSV ist dabei die gut eingespielte 6:0-Deckung, die aus dem Rückraum nur schwer zu überwinden ist, zumal als letzte Instanz Keeper Niklas Bell wieder einmal eine sehr aufmerksame Partie hinlegte. Was im übrigen auch für seinen Torwartkollegen Michael Rietdorf galt, der nach dem Wechsel in den Kasten rückte.

Im Rückraum verfügt Kai Müller über etliche Alternativen. Erwähnenswert dabei das Debüt von Felix Albers, der beim Saisonauftakt in Westerholt noch – gehandicapt von einer Achillessehnenverletzung – 60 Minuten auf der Bank gesessen hatte.

Sechs Treffer gelangen dem 30-Jährigen zwischen der 12. und 23. Minute – wobei Telgtes Widerstand in dieser Phase aber auch nur zu erahnen war. Für Friesen-Trainer Jegenyés ist damit aber noch nicht vorzeitig alles verloren: „Ich weiß, dass meine Spieler das besser können.“

PSV Recklinghausen: N. Bell, Rietdorf – Brannekämper (4), Kleine (4), Schreiber, Sodys (3), Fischer 81), Elsen (3), Albers (7/3), Berheide (2), Lange, Elpers, Hülsmann (5), Fr. Bell (3),Stöckmann

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