32:27 über Höchsten: PSV stolpert zum Sieg

RECKLINGHAUSEN. Wenn Trainer Kai Müller sich jemals gefragt haben sollte, welche Trainingsinhalte er in der Herbstpause nun vermitteln müsse, seit Samstag ist der Trainer der PSV Recklinghausen schlauer. Das einzige, was aus seiner Sicht beim 32:27 (15:13)-Sieg über TuS Borussia Höchsten stimmte, waren nämlich die zwei Punkte. „Ehrlich gesagt bin ich ein bisschen angesäuert“, ließ der Übungsleiter direkt nach Spielschluss wissen. „Das war absolut tölpelhaft, wie wir uns phasenweise hier präsentiert haben. In der Herbstpause werden wir versuchen, das zu korrigieren.“

Müller schwante dabei: Ein stärkerer Gegner als das Schlusslicht aus der Bierstadt hätte wahrscheinlich mehr Kapital aus der Recklinghäuser Konfusion schlagen können. So stehen nach dem sechsten Spieltag immerhin 7:5 Punkte auf der Habenseite der PSV, die damit nach dem ersten Saisonviertel bereits ein Drittel der anvisierten Punkte-Mindestzahl erreicht hat.

Was aus Sicht von Kai Müller besonders ärgerlich war: Sein Team fand einfach nicht ins Spiel, und selbst die ansonsten solide 6:0-Deckung seiner Mannschaft ließ gegen die körperlich unterlegenen Höchstener etliche Treffer aus dem Rückraum zu. So kam es, dass sich die Partie wie ein Kaugummi zog und bis zum Stande von 9:11 aus Recklinghäuser Sicht (23.) der PSV so recht nichts gelingen sollte.

Albers entscheidet die Begegnung

Ein kleiner Zwischenspurt reichte aus, um das Schlusslicht bis zur Pause wieder auf Distanz zu halten. Allerdings entsprangen die Treffer durch Roland Lange (2), Frederic Bell (2) sowie Felix Albers keinen allzu sehenswerten Spielzügen , sieht man vom 10:11 ab, bei dem sich Lange vorbildlich am Kreis gelöst hatte. Es waren Einzelaktionen wie einfache Würfe aus dem Rückraum, die ihr Ziel fanden.

Der Zweck heiligt eben die Mittel, und irgendwie schien es, dass die Hausherren nun doch einem sicheren Sieg entgegen sehen würden. Nach dem 22:15 aber, das Recklinghausens erfolgreichster Torschütze Felix Albers (zehn Treffer) nach 40 Minuten erzielte, verfiel das Team wieder in eine seltsame Lethargie.

„Wir haben das Spiel im Griff und geben es dann binnen fünf Minuten wieder aus der Hand“, schüttelte Kai Müller nur mit dem Kopf. Ein Doppelschlag des ungemein zielsicheren Höchstener Außen Patrick Drees brachte die Gäste nach 50 Minuten wieder auf 22:23 heran.

Der Gast deckte nun offensiv und hielt das Spiel so bis zum 26:25 (56.) offen. Die Erlösung dann durch Felix Albers, der einen Freiwurf (es war bereits Zeitspiel angezeigt) humorlos zum 27:25 in die Maschen setzte. Markus Kleine ließ umgehend per Tempogegenstoß das 28:25 folgen und die PSV hatte die Begegnung am Ende irgendwie nach Hause geschaukelt.

PSV RE: N. Bell – Brannekämper (2), Kleine (3), Schreiber (1), Sodys (1), Fischer (4/1), Elsen (2), Albers (10/2), Berheide, Lange (2), Hülsmann (1), Fred. Bell (5), Stöckmann (1)


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