Auch Schwitten verliert bei der PSV

Vest-Sport, 21.02.2010, Markus Rensinghoff

Recklinghausen. Die jeweils aktuellen Spitzenreiter der Handball-Verbandsliga sollten dieser Tage Recklinghausen weiträumig umfahren. Nachdem die PSV bereits gegen den VfL Eintracht Hagen II und den RSV Eiserfeld gewonnen hatte, gab es auch gegen den TV Schwitten einen Sieg.

Das 31:30 sicherte einmal mehr Stamitis Papaioanou. Der Torwart hielt sieben Sekunden vor dem Ende einen Siebenmeter von Thomas Harnischmacher. Es war die Bestätigung seiner erneut guten Leistung.

 

Vor der Saison und nachdem klar war, dass mit Christoph Silski und Michael Schmidt zwei erfahrene Torsteher nicht zur Verfügung stehen würden, hatten viele bei der PSV bereits die Befürchtung, dass die Schwachstelle in dieser Saison nun auf der Torwartposition liegen würde. Ingo Häußler aber setzte auch dort auf zwei junge Akteure: Stamatis Papaioanou und Pascal Feldmann. Beide, Papaioanou aber deutlich mehr, zeigen Woche für Woche gute Leistungen, sind Rückhalt und wiederholt Siegbringer.

Diesmal wieder Papaioanou gegen Schwitten. Nicht nur mit dem gehaltenen Siebenmeter kurz vor dem Ende. Bereits einige Minuten vorher hatte er einen Strafwurf entschärft, hatte zudem Gegenstöße gehalten und damit Bälle, die er nicht halten muss, die aber im Zweifelsfall in engen Spielen den Ausschlag geben. Es war indes kein Zufall, dass die Recklinghäuser auch gegen Schwitten gewannen. Bereits gegen Hagen und Eiserfeld hatte das junge Team gezeigt, dass es gerade dann besonders gut spielt, wenn es nicht in der Pflicht ist zu punkten, wenn der Gegner als Favorit anreist. So wie Hagen. So wie Eiserfeld. So wie Schwitten.

Auch das Team um Spielertrainer Tihomir Knez deutete allerdings immer nur phasenweise an, warum es ganz oben mit dabei ist. In der Schlussphase zum Beispiel, als sich Knez und Harnischmacher auch durch viele Fehlversuche und Fehler vorher nicht aus der Ruhe bringen ließen, weiter warfen und dann auch trafen. 30:29 führte Schwitten, hatte allerdings auch davon profitiert, dass Milles zweimal Pech mit seinen Würfen hatten, die jeweils knallhart an den Pfosten krachten. Den 30:30-Ausgleich markierte Bertram Pommerenke mit seinem einzigen Tor, das 31:30 dann doch Milles, der im Nachholspiel unter der Woche noch eine ganz maue Quote gehabt hatte. 13 Versuche, ein Tor. Diesmal waren 15 Versuche, neun Tore. Herausragend. Ebenso auffällig gut agierte wiederholt Alexander Schriewer, der zudem – bis auf eine Ausnahme – sehr sicher von Siebenmeterpunkt traf.

Ein Unentschieden war nach der Führung bereits für die Recklinghäuser klar, als auch Knez noch einmal seine Extraklasse aufblitzen ließ und in Bedrängnis einen Kempa-Pass auf Philipp Trattner spielte. Der wurde von Karsten Kremmling gestoppt. Rot für Kremmling, Siebenmeter für Schwitten und ein Fall für Stamatis Papaioanou. Der kleine Grieche war erneut der Größte und hat sich inzwischen vielleicht auch daran gewöhnt, dass Hallensprecher Lutz Cebulla seinen Namen falsch ausspricht. Das aber konsequent. Vielleicht aber ist genau das das Geheimnis des Erfolgs.

Recklinghausen: Papaioanou, Feldmann - Kriegeskorte, Kleine (4), G. Pommerenke, B. Pommerenke (1), Milles (9), Baum, Häußler (3/1), Elsen, Schriewer (13/7), Rump, Kremmling (1)

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