PSV I: Das Gesetz der Regel

Recklinghausen. Der HSC Eintracht Recklinghausen bittet die PSV Recklinghausen zum Stadtduell.

Ein Derby hat seine eigenen Gesetze. Das hört man immer wieder. Im Fall der Handball-Verbandsligisten HSC Eintracht Recklinghausen und PSV Recklinghausen (Sonntag, 11.15 Uhr, Heinrich-Auge-Halle)) schien lange ein Sieg der PSV im Regelwerk zu stehen. Im Oktober hatte sich die Konstellation geändert. Bereits vor der Partie war es spürbar, dass der HSC es diesmal schaffen könnte - und das tat er auch. Rund vier Monate später deutet vieles daraufhin, dass der alte Gesetzesentwurf wieder aus der Schublade geholt wird.

Verlief die Hinrunde für die verjüngte PSV sehr schleppend, scheint die Mannschaft von Spielertrainer Ingo Häußler pünktlich zum Stadtduell ihre Form und ihren Rhythmus gefunden zu haben. Gegen die Spitzenteams RSV Eiserfeld, Eintracht Hagen II und TV Schwitten setzte sich die PSV (aktuell 16 Punkte) durch. Dagegen spitzte sich die Situation beim HSC, der in der Hinserie noch die geringen Erwartungen der Konkurrenz übertraf, zu. Gegen die SG Schalksmühle-Halver II, den OSC Dortmund sowie zuletzt beim TuS Bommern gab es Niederlagen gegen direkte Konkurrenten. Mit zwölf Zählern steht das Team von Spielertrainer Detlef Hahnenkamp auf dem drittletzten Rang.

Da beide Teams noch nicht gesichert sind, rückt für beide Übungsleiter die Dynamik eines Derbys in den Hintergrund. „Gegen wen wir die Punkte holen, die gegen den Abstieg nötig sind, ist mir ziemlich egal. Wir haben zuletzt gute Spiele gezeigt, aber das waren Spiele in denen es eigentlich um nichts ging. Ich hoffe, dass es jetzt auch mal in einem Spiel klappt, in das wir rein vom Tabellenstand her als Favorit gehen”, sagt Häußler. Auch für Hahnenkamp ist es „ein Endspiel wie jedes andere”. Durch die Niederlage in Bommern stehe seine Mannschaft jedoch unter Druck. „Trotzdem sind wir nicht chancenlos. Gerade in den Heimspielen lief es für uns immer besser.” Und dann wäre da ja immer noch das Hinspiel. Häußler: „Das hat der HSC nicht unverdient gewonnen. Sie haben uns ganz klar geschlagen. Wir benötigen noch sechs bis acht Punkte um auf der sicheren Seite zu sein. Der Klassenerhalt ist unser primäres Ziel.” So ähnlich die Ziele der Klubs sind, so unterschiedlich sind ihre Stärken.

Tor: Beim HSC ist Stephan Haunert die Nummer eins. Er konnte sich mit starken Leistungen für höhere Aufgaben empfehlen. Mit Marcel Knoll steht auch eine sehr ordentlich Alternative zur Verfügung. Bei der PSV galt Stamatis Papaioannou, in den vergangenen Jahren in der Zweitvertretung eingesetzt, vor der Saison als potenzieller Schwachpunkt. Er steigerte sich jedoch im Saisonverlauf und gewann schon Spiele für die PSV. Dahinter kam mit Pascal Feldmann ein ehemaliger Eintracht-Keeper eher selten zum Zug.

Rückraum: Der HSC hat mit Jörg Schomburg, dem erfolgreichsten Werfer der Liga, und Markus Witkowski zwei absolute Schlüsselspieler im Rückraum. Durch Ausfälle wurde die Position neben ihnen fast im jeden Spiel neu besetzt. Stefan Tuchen, der einzige Linkshänder, fehlt schon länger verletzt. Bei der PSV blühte zuletzt Alexander Schriewer, einer der jungen Garde zusammen mit Cedric Elsen und Stefan Milles, auf. Ingo Häußler rückte in die Mitte, wodurch sich mehr Optionen ergaben.

Außen: Die große Schwäche des HSC. Tim Rademacher fiel lange aus. Björn Franke braucht nach dem Sprung von der Bezirks- in die Verbandsliga noch Zeit. Tobias Kasper musste am Kreis aushelfen. Bei der PSV ist Markus Kleine seit Jahren eine konstante Größe. Auf links setzte sich Rückkehrer Bertram Pommerenke gegen Andre Baum durch.

Kreis: Zeljko Troselj fehlte dem HSC wegen Rückenbeschwerden bis zu Beginn diesen Jahres, gehört ansonsten zu den Leistungsträgern. Bei der PSV konnte Karsten Kremmling aufgrund seines Berufs nur unregelmäßig trainieren und spielen. Zuletzt lief für ihn Gerwien Pommerenke auf, der seine Sache auch sehr gut machte.

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