Herzschlagfinale in Westerholt

„Die Punkte waren eigentlich gar nicht eingeplant“, war selbst Westerholts Interimstrainer Stefan Henning nach dem 33:32-Erfolg seines SV Westerholts über die PSV Recklinghausen vollkommen überrascht.

Dabei sah es über weite Strecken nach einem Sieg für den Tabellensechsten der Handball-Verbandsliga aus. Erst in der 46. Minute konnten die Gastgeber erstmalig zum 26:26 ausgleichen. „Auch wenn wir zwischenzeitlich mal mit fünf Toren vorne gelegen haben, konnten wir uns nie sicher fühlen. Dafür war das Spiel zu sehr umkämpft“, sagte PSV-Spielertrainer Ingo Häußler.
Lücken, so groß wie Scheunentore, prägten die Defensive beider Teams, ehe Westerholt in der zweiten Halbzeit auf eine 6:0-Abwehr umstellte und dank des Routiniers Marius Orth und Torhüter Gerd Henning den nötigen Rückhalt fand, um sich noch einmal herankämpfen zu können. „Zunächst waren wir offensiv angefangen. Das hat nicht so gut geklappt, so dass wir dann die Abwehr stabilisieren mussten und dann vor allem über Konter zum Torerfolg gekommen sind“, so der Westerholter Trainer, der seinem Team eine disziplinierte Leistung attestierte. „Darauf müssen wir aufbauen, um nicht wieder in unsere hektische Spielweise zu verfallen.“

Auch auf Recklinghäuser Seite war es der Torhüter, der seine Mannschaft im Spiel hielt. „Stammi hat heute richtig gut gehalten. Wir haben ja quasi ohne Abwehr gespielt. Aber dennoch denke ich, dass wir das Spiel im Angriff verloren haben“, sagte Häußler. Während die Rückraumschützen Alexander Schriewer und Stephan Milles den Ball in der ersten Halbzeit nach Belieben im Westerholter Tor versenk-ten, schien es nach dem Sei-tenwechsel (19:21), als ob beide ihr Pulver bereits verschossen hätten. „Da haben wir uns zu viele Fehlwürfe geleistet“, so Häußler. „Da hätten wir den Sack von den Chancen her eigentlich schon zu machen müssen.“

Stattdessen lieferten sich die Vest-Rivalen ab der 55. Minute (31:31) noch einmal ein Herzschlagfinale. Nachdem Orth zwei Minuten vor Schluss das 33:31 für Westerholt markieren konnte, erzielte die PSV sogleich den Anschlusstreffer. Im Gegenzug setzte Lars Preuß seinen Heber an den Innenpfosten, so dass Papaioannou 30 Sekunden vor Schluss den wohl letzten Angriff einleiten konnte. Ein Pass von Häußler landete bei PSV-Kreisläufer Gerwin Pommerenke, der je-doch von der SV-Abwehr regelwidrig am Torwurf gehindert wurde. Der von der PSV geforderte Siebenmeter-Pfiff blieb jedoch aus, so dass Häußler bereits nach Ablauf der Zeit den verbleibenden Freiwurf an der Mauer vorbei in die Hände von Gerd Henning warf.

Westerholt: G. Henning, Büscher - Fred. Hentschel (3), Preuß (6), Jakob (9/5), Lemke, Fab. Hentschel (3), Schürmann (6), Wickermann, Röhrig, Leibner, Lichte (2), Anischewski (2), Orth (2)

Recklinghausen: Papaioannou, Feldmann – Häußler (6/2), Baum (1), Kriegeskorte (3), G. Pommerenke, Elsen (5), B. Pommerenke (2), Kleine (1), Milles (7), Rump (1), Schriewer (6/1)

Bericht eingestellt von: D. Nienhaus

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