Sorgenkinder und Jugendspieler

Recklinghausen. Handballer spielen gerne Fußball. Dieser Tage natürlich besonders gerne. Die Fußball-Weltmeisterschaft läuft und seit kurzem auch die Vorbereitung der Verbandsliga-Handballer im Kreis. Inklusive Fußball.

Passenderweise hat Ingo Häußler, Spielertrainer der PSV Recklinghausen, das Auftakt-Training am Donnerstag als „Kick-Off“ bezeichnet. „Dabei haben wir auch Fußball gespielt. In erster Linie aber ging es darum, schon einmal abzuklopfen, auf welches gemeinsame Ziel wir uns festlegen werden. Wollen wir versuchen mit aller Macht aufzusteigen, oder wollen wir mit unseren jungen Leuten versuchen, das bestmögliche Ergebnis zu erzielen.“

Aktuell muss Häußler allerdings erst einmal sichten, welche Akteure ihm wann zu Verfügung stehen. Andre Kriegeskorte hat Knieprobleme, muss eine – wohl nur kurze – Pause einlegen. Gerwin Pommerenke hat Schulterprobleme und wird wohl länger ausfallen. „Kann er längere Zeit nicht spielen“, sagt Häußler, „dann müssen wir uns darüber Gedanken machen, wen wir an den Kreis stellen, wenn Karsten Kremling ausfallen sollte. Vielleicht wäre Christian Jacoby eine Alternative.“ Er rückt aus der zweiten Mannschaft wieder ins Verbandsliga-Team und ist neben Rückkehrer Thomas Brannekemper der zweite Feldspieler. Den meisten Zuwachs haben die Recklinghäuser mit Michael Rietdorf (Riemke II) und Jan Siemes (Münster) auf der Torwart-Position. „Das ist erst einmal gut“, sagt Häußler, „dass wir mit den beiden und Stamatis Papaioannou, der versucht so oft wie möglich da zu sein, gerade im Training mehr Möglichkeiten haben. Pascal Feldmann war zwar zu den Spielen fast immer da, in der Woche beim Training aber eben nicht.“

Das erste „Trainingsspiel“ bestreitet die PSV am 10. Juli, im Rahmen der 90-Jahr-Feier der Handball-Abteilung gegen ETB SW Essen. Weitere Gegner sind Dinslaken, Haltern und Bergkamen, dazu kommt eine Turnier-Teilnahme in Ladbergen. „Wir werden diesmal nicht so viele Trainingsspiele machen“, sagt Häußler. „Wir wollen für die Saison gallig sein.“

Diese besondere Anspannung will Uwe Bekston, neuer Trainer des SV Westerholt, bei seinem Team natürlich auch hoch halten. Seit vergangener Woche läuft das Vorbereitungstraining. Zunächst in einem Block von fünf Wochen. „Dann machen wir drei Wochen Pause“, sagt Bekston. „Das liegt zum einen daran, dass in Herten die Hallen zu sein werden, zum anderen daran, dass dann auch viele Spieler ihren Urlaub nehmen.“ Linksaußen Joachim Schürmann und Torwart Gerd Henning haben aufgehört, dafür trainieren momentan zwei junge Spieler aus Gladbeck mit. „Darüber hinaus“, sagt Bekston, „sind wir in Gesprächen mit zwei weiteren Spielern.“ Damit sich das neue Team spielerisch findet, hat Bekston zahlreiche Testspiele ausgemacht. „Wie spielen gegen Höchsten, Oberaden, Mülheim, Herne, Schwelm und zum Abschluss der Vorbereitung gegen den Oberligisten Riemke.“

Auf das Team von Trainer Dieter Lenz trifft auch der HSC Eintracht Recklinghausen im Rahmen seiner Vorbereitung. Trainer Detlef Hahnenkamp lässt dazu gegen Haltern, Schalke 04, Oberaden, Tusem Essen II, Erkenschwick und Eintracht Heesen testen. Ein fester Termin in der Vorbereitung wird auch die Stadtmeisterschaft sein. Die Eintracht ist diesmal Ausrichter. Während Hahnenkamp bei den Trainingsspielen fast alles geklärt hat, ist er in einem anderen, weitaus wichtigeren Punkt, im Ungewissen. Markus Witkowski, eigentlich nicht zu ersetzender Rückraumspieler, hatte sich im zweiten Relegationsspiel gegen Oberaden verletzt. „Vermutlich ist das Kreuzband beschädigt“, sagt Hahnenkamp. Erst Ende der Woche wird er Gewissheit haben, ob und wenn wie lange Witkowski ausfallen könnte.

Immerhin wird Hahnenkamp in der kommenden Saison weit weniger Personalprobleme haben, als in der gerade abgelaufenen. Die beiden A-Jugendlichen Björn Sankalla und Thomas Onnebrink werden auf jeden Fall dabei sein. Vielleicht auch weitere Jugendspieler, die ein Doppelspielrecht haben. „Die könnten wir bedenkenlos alle bringen“, sagt Hahnenkamp, der jedoch die Einsatzzeiten der Nachwuchskräfte davon abhängig macht, ob das Team die Qualifikation zur Regionalliga schafft. „Verheizen wollen wir die Spieler nicht. In der Regionalliga geht es ja auch mächtig zur Sache. Ich gehe davon aus, dass sie nicht immer komplett bei uns sein werden.“

 

Suchindex

Autoren

Sponsoren

Aus dem Förderverein

Bildungsspender

Kostenlos helfen!
Unser Verein PSV RE hat einen Spenden-Shop bei BILDUNGSSPENDER dem gemeinnützigen Fundraising-Portal

Weiterlesen ...