PSV soll nicht PSV Brannekämper sein

Am Samstag (19.30 Uhr, Sporthalle Nord) erwartet die PSV Recklinghausen mit dem RSV Eiserfeld zumindest ein Team, das in der vergangenen Spielzeit mit zum Besten gehörte, was die Liga zu bieten hatte. Ob das immer noch so ist, weiß PSV-Spielertrainer Ingo Häußler mit absoluter Sicherheit noch nicht. „Das ist schwer einzuschätzen. Ich freue mich aber über einen Auftakt gegen eine Mannschaft, die auch eher in die obere Region gehört. Da ist man gleich richtig gefordert.“

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Dabei könnte diese Saison so etwas wie eine Reifeprüfung für die Recklinghäuser werden. Schließlich baute Häußler mehrere junge Spieler aus der eigenen Jugend ins Team ein. Nach anfänglichen Problemen, war eine positive Entwicklung nicht zu übersehen. Dazu sind erfahrene Leistungsträger wie Andre Kriegeskorte oder Karsten Kremmling geblieben. Mit Thomas Brannekämper kehrte außerdem ein äußerst wurfgewaltiger und treffsicherer Rückraumspieler von Regionalligist VfL Eintracht Hagen zurück.

Dennoch warnt der Übungsleiter vor allzu forschen Erwartungen. „Wir sind immer noch ein junges Team. Außerdem war Thomas, was im Vorfeld ja noch anders erwartet wurde, in der Vorbereitung nicht der erfolgreichste Werfer. Wir werden nicht die PSV Brannekämper werden. Die Verantwortung und das Leistungsbild sind auf viele verteilt. Das hat man bei der Stadtmeisterschaft gesehen. Wir haben zwar die meisten Tore geworfen, hatten aber nicht den besten Werfer in unseren Reihen.“

Das Ziel der PSV sei es natürlich eine wesentlich bessere Saison als die letzte hinzulegen. Häußler: „Wir wollen offiziell Platz drei oder vier belegen. Vielleicht ergibt sich ja die Möglichkeit oben anzugreifen. Die Mannschaft hat das Potenzial.“

Stamatis Papaioannou, Michael Rietdorf (Teutonia Riemke), Jan Siemes (Münster) - Gerwin Pommerenke, Stefan Milles, Alexander Schriewer, Bertram Pommerenke, Ingo Häußler, Markus Kleine, Cedric Elsen, Vincent Rump, Andre Baum, Karsten Kremmling, Andre Kriegeskorte, Thomas Brannekämper (VfL Eintracht Hagen), Christian Jacoby (PSV II), Michael de Bruyn (Westfalia Herne)

Trainer: I. Häußler (4. Saison)
Saisonziel: Platz 3, 4

HSC muss auf seine Jugend setzen

Potenzial gibt es beim HSC Eintracht Recklinghausen, der am Samstag bei der SG Schalksmühle-Halver II beginnt, ebenfalls reichlich. Allerdings mangelt es an Spielern. Zwar ist das Korsett um Spieler wie Schlussmann Stephan Haunert, Spielmacher Jörg Schomburg, Markus Witkowski und Zeljko Troselj trotz teilweise interessanter Angebote geblieben, andere langjährige Akteure verließen die Mannschaft von Trainer Detlef Hahnenkamp jedoch. „Ich kann es eigentlich nicht verstehen. Heutzutage haben die Spieler mehr als nur ein Hobby und wenn sie keinen Bock mehr haben, hören sie auf. Ich fühle mich ein bisschen im Stich gelassen.“

Aufgefangen werden sollen diese Abgänge ausschließlich mit den eigenen A-Jugendspielern, vornehmlich Thomas Onnebrink, Björn Sankalla und Fabian Huesmann, die gleichzeitig mit einem Doppelspielrecht in der Jugend-Regionalliga spielen. Hahnenkamp: „Das sind alles intelligente Jungs. Sie werden ihre Erfahrungen machen und dazulernen. Die ganz große Gefahr ist aber natürlich die Doppelbelastung.“ Zudem müssten sich die Talente ja auch erst „an die Liga gewöhnen“, so der Trainer. „Wir müssen mit unserer jungen Mannschaft Tempo ins Spiel bringen. Spielerisch und vom Tempo können wir sicherlich mithalten und übertreffen einige Teams. Die Frage ist, wie es in der Deckung aussieht und wie sie mit der gesunden Härte der Gegner zurechtkommen.“

Eben jene Härte erwarte Hahnenkamp auch von Schalksmühle. „Das ist gleich ein wichtiges Spiel. Ich rechne Schalksmühle zu den Mannschaften, die gegen den Abstieg spielen werden. Wir wollen den Klassenerhalt frühzeitig erreichen.“

HSC Etr. Recklinghausen
Stephan Haunert, Björn Münnich - Jörg Schomburg, Zeljko Troselj, Markus Witkowski, Ümit Cengiz, Björn Franke, Christian Heimbrock, Roland Hollenhorst, Tim Dräger, Thomas Onnebrink (Jugend), Björn Sankalla (Jugend), Fabian Huesmann (Jugend), Robin Hettrich (Jugend), Jakob Liedtke (Jugend), Robert Flassbeck (Jugend)

Trainer: Detlef Hahnenkamp (2. Saison)
Saisonziel: Klassenerhalt


Bekston von Westerholt positiv überrascht

Der SV Westerholt startet am Samstag (19 Uhr, Halle am Bahnhof) gegen den TuS Bommern. „Bommern ist eine Mannschaft, die wir schlagen müssen. Am besten zweimal“, sagt Uwe Bekston, der in seine erste Saison als Trainer der Westerholter geht. Seine ersten Eindrücke waren sehr positiv. „Meine Erwartungen wurden übertroffen. Die Rahmenbedingungen sind besser.“

An den jungen Neulingen im Kader, mit Julian Hess und Dustin Dalian kamen zwei Akteure vom VfL Gladbeck, ist auch das langfristige Konzept Bekstons abzulesen. „Das ist nicht aus der Not geboren. Sicher haben wir uns auch um erfahrene Spieler bemüht, aber das ist doch auch normal.“ Bekston, der langjährige Erfahrungen im Jugendbereich besitzt, will Westerholt zu einer Art Aushängeschild in Sachen Nachwuchsförderung machen. „Angedacht ist zum Beispiel ein Stützpunkttraining, an dem die Spieler der ersten und zweiten Mannschaft sowie der A-Jugend teilnehmen. Westerholt soll über die Vereinsgrenzen hinaus als Verein gelten, bei dem Spieler gefördert werden, wo sie sich weiterentwickeln können. Trotzdem wird man natürlich auch auf gute und erfahrene Leute bauen.“

Elementar sei es in diesem Zusammenhang allerdings auch, dass man zumindest in der Verbandsliga bleibe. „Man kann es sich sicherlich erlauben für ein, zwei Jahre in die Landesliga runterzugehen. Aber dann sollte man wieder auch wieder aufsteigen.“ Im Laufe der Saison könnte es übrigens durchaus zu einem Vater-Sohn-Duell kommen. Bekstons jüngerer Sprössling Andre spielt in der A-Jugend des HSC und hat als solcher ein Doppelspielrecht sobald er 17 Jahre alt wird. Das geschieht Ende des Monats.

SV Westerholt
Chris Pielors, Armin Büscher, Julian Hess (VfL Gladbeck) - Lars Preuß, Philipp Jacob, Fabian Hentschel, Frederic Hentschel, Daniel Lichte, Robin Schmedt (SV Westerholt II), Dustin Dalian (VfL Gladbeck), Michael Brinker, Sebastian Röhrig, Christian Müßner (SV Westerholt III), Marius Leibner

Trainer: Uwe Bekston (1. Saison)
Saisonziel: Klassenerhalt
 

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