Zum richtigen Zeitpunkt

Recklinghausen. Die Elite ist unter sich. Von allen Mannschaften in der Handball-Verbandsliga sind lediglich noch zwei ungeschlagen.

Genau die treffen am Samstag (18 Uhr, Sporthalle Nord) mit Tabellenführer PSV Recklinghausen und Verfolger HSG Gevelsberg-Silschede aufeinander. „Das ist der erste richtige Höhepunkt der Saison“, meint auch Ingo Häußler, der Spielertrainer der Recklinghäuser.

„Die Ausgangssituationen sind ungefähr gleich. Beide Mannschaften sind gut in die Saison gekommen, auch wenn die Spielleistungen nicht immer so toll waren.“ Während die PSV auch mit eher mäßigeren Leistungen noch ohne Minuspunkt geblieben ist, ging Gevelsberg zumindest einmal nicht als Sieger vom Feld. Ausgerechnet beim Stadtrivalen der PSV, dem HSC Eintracht Recklinghausen, reichte es für die Mannschaft von Trainer Philipp Kersthold nur zu einem 26:26.

Personell lief es ebenfalls nicht ganz glatt für Gevelsberg. Der von Westfalia Herne gekommene Rückraum-Schütze Kai Westphal fehlte bisher verletzt und mit Dominic Luciano fällt nun auch der Kreisläufer aus. Dennoch gehört Gevelsberg weiterhin mit zum Besten, was die Liga zu bieten hat. Häußler: „Gevelsberg spielt 60 Minuten lang Tempo. Für die Mannschaft ist ein Spiel gegen ein Team von oben die beste Motivation und das bringt auch wieder Spannung rein. In den letzten Spielen, in denen das nicht passte, hat man gesehen, wie wichtig das für uns ist.“


 
 Christian Jacoby Foto: WAZ Fotopool


Muss Häußler bei den zahlreichen jungen Spielern im Team bisweilen die Konzentration anmerken, muss er das bei Christian Jacoby nicht machen. Der Linksaußen, neben Torwart Michael Rietdorf und Kreisläufer Michael de Bruyn der einzige Neue im Team, scheint zu wissen worauf es ankommt. Das liegt auch daran, dass er eigentlich nicht neu ist. Er ist nur zurück.

Bis vor zwei Jahren war der heute 26-Jährige bereits in der ersten Mannschaft der PSV aktiv. Von einem auf den anderen Tag aber hörte er seinerzeit mitten in der Saison auf, wollte sich auf sein Studium konzentrieren. Dass er in der Spielzeit dann doch noch spielte, das allerdings für den Liga-Kontrahenten HSC Haltern-Sythen, warf einige Fragen auf. „Die sind inzwischen beantwortet“, sagt Häußler, damals Co-Trainer. „Die Sache ist vom Tisch. Wir haben uns darüber ausgesprochen. Da ist nichts zurückgeblieben.“

Spielte Jacoby in der vergangenen Saison noch in der zweiten Mannschaft der PSV, hat er jetzt wieder den Dreh gefunden, ist Leistungsträger und Führungsspieler in Team eins. Die Auszeit hat ihm scheinbar sehr gut getan. „Stimmt“, sagt Jacoby. „In Haltern habe ich gemerkt, was es heißt, mal nicht nur ein ehemaliger Jugendspieler gewesen zu sein. Das war wichtig für mich, um meinen Stellenwert zu erfahren. Aber auch die Zeit in der zweiten Mannschaft und in der Bezirksliga war hilfreich. Da konnte ich wieder ohne Belastung und mit Spaß Handball spielen.“

Wie groß der Spaß, sein Spaß auch in der Verbandsliga ist, will er auch gegen Gevelsberg zeigen. Am liebsten mit einfachen Toren aus dem Gegenstoß. „Christian ist gar nicht einmal so viel schneller als andere Spieler bei uns oder in der Liga“, sagt Häußler. „Er hat aber inzwischen einiges an Erfahrung und weiß, wann er loslaufen kann oder muss. Er ahnt den richtigen Zeitpunkt.“

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