Die PSV Recklinghausen bleibt ungeschlagen

Karsten Kremling sah die Rote Karte


Recklinghausen. Im Handball auf ein Remis zu wetten macht wenig Sinn. Dementsprechend konnte man vor dem Spitzenspiel der Handball-Verbandsliga zwischen Tabellenführer PSV Recklinghausen und der HSG Gevelsberg-Silschede auch getrost davon ausgehen, dass eine der beiden letzten als ungeschlagen verbliebenen Mannschaften ihre erste Pleite hinnehmen müsse. Von wegen: Durch das 29:29 (15:12) steht bei beiden Teams weiterhin eine Null unter Niederlagen.

Am Ende musste auch die PSV damit zufrieden sein. Die Mannschaft von Spielertrainer Ingo Häußler hatte die Begegnung eine ganze Zeit lang kontrolliert, schaffte es aber nicht entscheidend davonzuziehen. In der Schlussphase verschaffte sich dann jedoch Gevelsberg die besseren Karten, so dass die Punkteteilung unterm Strich als durchaus gerechtfertigt durchgehen kann.

Auch wenn Häußler vor der Partie betont hatte, dass es ein Treffen auf Augenhöhe geben werde, sprach zumindest die Wurfstärke des Rückraums für die Recklinghäuser. Auf Seiten der Gäste fehlen schließlich mit Kai Westphal und Jan Maenz zwei Akteure, die ebenfalls einfache Treffer erzielen können. Doch von der Recklinghäuser Wurfstärke war lange nur wenig bis gar nichts zu sehen. Dennoch lief es nicht schlecht. Die beiden Außen Christian Jacoby und Markus Kleine trafen zunächst ganz gut und über die erste und zweite Welle kam die PSV zu sicheren Toren. Im Tor zeigte zudem Michael Rietdorf eine ordentliche Vorstellung. Bereits in der Anfangsphase hatte der Keeper oft eine Hand oder einen Fuß am Ball, Abpraller landeten jedoch mehrfach beim Gegner. Im Laufe der ersten Hälfte hatte er mehr Glück. Die PSV führte beim Seitenwechsel durchaus verdient mit 15:12, ein Vorsprung, der mit einer etwas besseren Quote im zweiten Durchgang hätte ausgebaut werden können.

Doch Hälfte zwei begann denkbar schlecht für die Gastgeber. PSV-Kreisläufer Karsten Kremling handelte sich für ein Foul die Rote Karte ein (31.) und fehlte vor allem in der Deckung. Trotzdem lagen die Recklinghäuser weiter vorne, Gevelsberg schien sich lange auf der Verliererstraße zu befinden. Eingangs der Schlussphase schlug dann aber die große Stunde des Carlo Entrich. Der kahlköpfige Rechtsaußen der Gevelsberger riss das Ruder an sich, traf selbst oder zog häufig in die Mitte um von dort aus einen Mitspielerin Szene zu setzen. Gleichzeitig unterliefen der PSV plötzlich Fehler wie im gesamten Spiel zuvor nicht.

Die Gäste holten auf, glichen zum 24:24 aus (49.) und gingen sogar durch Entrich mit 25:24 in Führung. In den Schlussminuten waren es dann ausgerechnet die Treffer aus dem Rückraum, von Häußler und Stefan Milles, die der PSV immerhin noch die Punkteteilung retteten.

PSV: Rietdorf, Siemes - Rump (2), Häußler (3), Schriewer, Milles (5), de Bruyn, Kleine (6), Elsen (3/1), Jacoby (5/1), Kremling (3), B. Pommerenke, Kriegeskorte (2)

Gevelsberg: Förster - Entrich (6), Kling (3), Eisenberg (1), M. Luciano (3), Fleischhauer (6), Delgado (2), Heyde (5/3), F. Vogel (2), Pottkämper (1)

Schiedsrichter: Alexy/Grotemeyer (Bergkamen/Dortmund)

Rote Karte: Karsten Kremling (PSV, 31.)

Stationen: 5:6 (12.), 10:8 (22.), 23:20 (45.), 24:25 (52.)

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