Der Jugendtrend

Recklinghausen. Ein Trend geht durch den Kreis. Gemessen an ihren Ansprüchen sind die drei Handball-Verbandsligisten PSV Recklinghausen, SV Westerholt und HSC Eintracht Recklinghausen ebenso wie Landesligist HSC Haltern-Sythen auf einem richtig guten Weg. Die vier verbindet, dass sie von ihrer Jugendarbeit profitieren. Auch wenn sich das von Verein zu Verein durchaus unterschiedlich abzeichnet.

Bei den Westerholtern, die am Samstag (19 Uhr, Halle am Bahnhof) die HSG Gevelsberg-Silschede empfangen, besteht das Fundament des Kaders aus gereiften Eigengewächsen. Mit Spielern wie Philipp Jacob oder Lars Preuß gelang der Aufstieg in die Verbandsliga. Trainer Uwe Bekston holte zudem mit Dustin Dalian, Julian Hess und Robin Schmedt drei ehemalige Westerholter Jugendspieler zurück, die zum Teil noch in der Jugend spielen könnten.

 

Vor seinem Engagement in Herten war Bekston nicht nur Übungsleiter bei den Männern des VfL Kamen und TV Brechten, sondern trainierte zuletzt auch die B-Jugend Brechtens. „Ich war Senioren-Trainer und bin danach wieder Trainer einer Jugendmannschaft geworden, sogar einer sehr guten. Man bekommt dadurch einen anderen Blick für die Jugend und die Zukunft des Vereins. Man muss eine vernünftige Basis aus guter Jugendarbeit schaffen, sonst wird es schwer einen Verein am Laufen zu halten.“

Die zweitplatzierte PSV, die am Samstag (19.30 Uhr, Halle Nord) gegen den OSC Dortmund wieder zurück in die Erfolgsspur gelangen möchte, führte in der vergangenen Spielzeit eine Verjüngung des Teams durch. Nach anfänglichen Problemen avancierte beispielsweise ein Stefan Milles zu einem absoluten Leistungsträger, Cedric Elsen und Vincenz Rump schafften ebenfalls den Sprung.

Das Gerüst bilden allerdings noch erfahrene Leute wie Spielertrainer Ingo Häußler, Karsten Kremling, Stamatis Papaioannou, die Verletzten Gerwin Pommerenke und Thomas Brannekämper, Christian Jacoby und Markus Kleine, die zum Teil ebenfalls aus den eigenen Reihen herangediehen. Häußler: „Es gibt ja auch keine wirkliche Alternative. Keiner der Vereine ist finanziell so stark, dass er einfach mal erfahrene Leute holen kann. Individuell sind ein Milles und Elsen mir überlegen, aber vom Kopf her, sind sie noch nicht so weit. Man hat in Bommern gesehen, dass einer gefehlt hat, der dirigiert. Das kann man von einem 20-Jährigen auch nicht erwarten.“

Am intensivsten ist die Verbindung zwischen Männern und Jugend derzeit beim HSC Eintracht Recklinghausen, der am Samstag bei Westfalia Hombruch ran muss. Vier bis fünf Talente des Jungjahrgangs sind dank eines Doppelspielrechts pro Spieltag sowohl in der A-Jugend-Regionalliga und der Verbandsliga aktiv. Im Spiel gegen die HSG Lüdenscheid waren die Spieler im Schnitt Anfang 20. „Stephan Haunert gehört mit 24 schon zu den Älteren. Zeljko Troselj ist mit mit 39 oder 30 der Opa des Teams“, erklärt Trainer Detlef Hahnenkamp.

Eine lange Eingewöhnungszeit war im Prinzip nicht nötig. „Diese Spieler sind ja nicht nur einfach dabei, sondern sie helfen uns auch Spiele zu gewinnen.“ Die Einbindung der Nachwuchsleute wurde durch einige Abgänge zur Notwendigkeit. Externe Zugänge waren nicht zu realisieren. „Das ist generell ein Problem mit vielen Spielern, die, wenn sie angesprochen werden, die Hand aufhalten. Ich hätte früher bei der Chance in der Verbandsliga oder Oberliga zu spielen nicht lange gezögert.“

In der Landesliga peilt Haltern, das Samstag bei Westfalia Herne spielt, den Aufstieg an. Nach den Abstiegen von der Oberliga bis in die Landesliga hatten fast sämtliche Stammkräfte den Verein verlassen. „Wir mussten die Jungs damals ins kalte Wasser werfen. Jetzt kommt es uns zugute, dass sie durch ein Stahlbad gegangen sind. Die Mannschaft hat einen Altersschnitt um die 25 Jahre. Die meisten Jungs haben noch ihr bestes Handball-Alter vor sich.“, so Olaf Schlüter, der zusammen mit Michael Strickling das Trainergespann bildet. Auch die nähere Zukunft des Klubs sieht er gesichert. „Mit der B-Jugend wächst etwas heran. Wir haben ein vernünftiges Fundament.“

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