Die perfekte Welle

stammi1Recklinghausen. Manchmal sieht man ein Unheil schon vom Weiten auf sich zukommen, kann letztlich dann aber dennoch nichts dagegen ausrichten. So erging es den Verbandsliga-Handballern des SV Westerholt im Lokalduell bei der PSV Recklinghausen. Mit 38:30, beim Seitenwechsel hatte die PSV bereits mit 27:15 geführt, lederten die Recklinghäuser von Spielertrainer Ingo Häußler die Westerholter ab.

„Gerade gegen Mannschaften, die Rückraum-Schützen haben, tun wir uns schwer“, hatte Westerholts Trainer Uwe Bekston vor der Begegnung noch über seine Deckung geurteilt. Die erhoffte Verbesserung blieb aus. Während die PSV durch diesen Erfolg punktgleich mit Eintracht Hagen II und der HSG Lüdenscheid an der Tabellenspitze steht, ist Westerholts Punktepolster auf die Abstiegsränge nach drei Niederlagen in Folge schon fast aufgebraucht. Am Samstag kommt Hagen.

Zunächst wird aber erst einmal das Derby aufgearbeitet werden müssen. Kurz nach Spielende war Bekston noch bedient. „Ich weiß noch gar nicht richtig, was ich sagen soll.“ Eine Erklärung für die deutliche Niederlage war dennoch schnell gefunden. Die zweite Welle. Über die komplette erste Hälfte hinweg nutzten die Gastgeber konsequent ihre Freiräume und Ballgewinne. Das Endresultat variierte dabei. Entweder versenkte das Rückraum-Triumvirat um Häußler, Alexander Schriewer und Stefan Milles die Würfe direkt, Milles konnte teilweise ein paar Schritte Anlauf nehmen, um dann aus rund zehn Metern abzuschließen, oder Kreisläufer Karsten Kremling vollendete. Tempogegenstöße verwandelte Christian Jacoby ebenfalls sicher. Westerholts Torhüter Armin Büscher und Julian Hess bekamen nur äußerst selten eine Hand an den Ball.

Bekston hatte personell umgestellt und mit Rückraumspieler Daniel Lichte auf Rechtsaußen begonnen. Die Maßnahme, die im Derby beim HSC Eintracht Recklinghausen funktionierte, verpuffte bei der PSV jedoch.

So hatte sich die PSV schon nach einer Viertelstunde auf 15:8 abgesetzt, doch das war noch lange nicht das Ende der Fahnenstange, und das obwohl Kremling relativ früh seine zweite Zeitstrafe hinnehmen musste. Für ihn spielte bis in die Schlussphase Michael de Bruyn. Einen Bruch im Spiel der PSV gab es aber nicht. Mit dem 27:15 zur Pause war die Vorentscheidung bereits gefallen.

In Durchgang zwei zeigte sich die PSV weitaus weniger effizient. Die Westerholter scheiterten aber mehrfach mit freien Würfen an Torhüter Stamatis Papaioannou. „In der zweiten Hälfte war dann natürlich der Druck so ein bisschen raus. Da hat Stammi verhindert, dass es nicht noch etwas enger wurde. Aber wir hätten im Notfall auch noch einmal zulegen können“, sagte Häußler. „30 Gegentore sind schon relativ viel. Aber selbst viele Tore werfen und hinten wenige zulassen, dass können wohl erst Oberligisten. Aber da wollen wir ja auch mal irgendwann hin.“

Recklinghausen: Papaioannou, Rietdorf - Milles (10), Schriewer (3), Rump (2), Jacoby (8/1), Kriegeskorte, Kremling (6), Häußler (6), de Bruyn (1), Kleine (2), Elsen

Westerholt: Hess, Büscher - Jacob (5/2), Preuß (1), Leibner (3), Dalian (5), Schürmann, Fa. Hentschel (7), Lichte (5), Brinker (2/1), Fr. Hentschel (1), C. Müßner (1), Schmedt, Röhrig

Schiedsrichter: Kreuzer/Tews (Dortmund)

Zuschauer: 297

Stationen: 8:5 (9.), 15:8 (16.), 22:13 (24.), 30:20 (41.), 36:26 (55.)

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