Die PSV RE als Derby-Dominator

auszeitRECKLINGHAUSEN. Es bleibt dabei: Die Halle Nord ist für den SV Westerholt ein schwieriges Pflaster. Ob der Verbandsligist im Derby bei der PSV Recklinghausen aber eine derartige Klatsche für möglich gehalten hätte, das muss mit Fug und Recht bezweifelt werden.

Das Endergebnis am Samstag von 38:30 für die PSV drückt die Überlegenheit, mit der die Sieben von Spielertrainer Ingo Häußler zum Teil agierte, noch gar nicht einmal richtig aus. Der Halbzeitstand tut’s schon eher: 27:15.
„27 Gegentore in einer Halbzeit dürfen einfach nicht passieren“, nahm dann auch Westerholts Trainer Uwe Bekston kein Blatt vor den Mund. „Damit war das Spiel entschieden.“ So sah es auch Ingo Häußler: „Dass in der zweiten Hälfte ein Bruch kommen würde, war klar.“ Ernsthaft in Gefahr geriet die PSV vor 297 Zuschauern aber nie. Und wenn, „dann hätten wir noch die Luft gehabt, um wieder zuzulegen“, so Häußler.
Die ersten 30 Minuten waren so ziemlich das Beste, was die Recklinghäuser in dieser Saison zu bieten hatten. Aufmerksam in der Abwehr, hinter der ab Mitte der ersten Hälfte ein bärenstarker Ioannis Papaioannou stand, überrannte die Heimsieben die sichtlich überforderten Westerholter ein ums andere Mal.
„Die zweite und dritte Welle der PSV hat uns heute das Genick gebrochen“, analysierte Uwe Bekston richtigerweise.
Gegen die schnellen Angriffe der PSV, die im Angriff variabel abschlossen, fand der SVW kein Konzept. Was die Gäste auch anstellten – zwischenzeitlich versuchten sie es mit einer offensiveren Deckungsvariante –, die PSV hatte immer das Gegenmittel bereit. Ob aus dem Rückraum mit Alexander Schriewer und Stephan Milles, über den Kreis mit Karsten Kremling oder aber über den Gegenstoß mit Christian Jacoby – es lief wie auf Schienen bei der PSV. Die beiden Keeper Armin Büscher und Julian Hess bekamen in den ersten 30 Minuten jedenfalls keinen Finger an den Ball.
Die Chronologie des Spiels ist damit schnell erzählt: Über 4:1 (5.) und 9:5 (10.) zog Recklinghausen nach gerade einer Viertelstunde Spielzeit auf 15:7 davon. Das war’s damit auch schon. Während der Westerholter Anhang noch tapfer gegen die Niederlage ansang, bestimmte die PSV das Spiel und das Ergebnis nach Belieben, und der Halbzeitstand sprach eine mehr als deutliche Sprache.
„Hoffentlich werden das heute keine 50. Es wird schon schwer, die 40 Gegentore zu verhindern“, schwante in der Pause Westerholts Kapitän Philipp Jacob nichts Gutes.
Zum Glück für die Gäste machte es die PSV nun gnädig. Ingo Häußler wechselte durch, aber irgendwie wurde es in der längst entschiedenen Partie dann doch noch lustig.
Zum Beispiel, als die Heimsieben viermal in Folge den Pfosten des Westerholter Tores „rund schoss“. Was beim Stande von 33:23 niemanden wirklich juckte. Und weil auf einmal einer zu großen Form auflief, den nicht alle auf der Rechnung hatten: Ioannis Papaioannou parierte in Eins-zu-eins-Situationen gleich serienweise Würfe der Gäste und trieb die Westerholter Angreifer zur Verzweiflung.
Und während seine Spieler nach Spielschluss kräftig feierten, blickte Spielertrainer Ingo Häußler mal kurz voraus. Mit Eintracht Hagen II, der HSG Lüdenscheid und der PSV hat sich ein Führungstrio leicht absetzen können, in dem sich am Wochenende nur Hagen mit einem 20:20 in eigener Halle gegen den OSC Dortmund eine Blöße gab, Lüdenscheid dafür dem Mitfavoriten Gevelsberg mit 37:25 dominierte. Für Ingo Häußler keine allzu verwunderliche Konstellation: „Jetzt gibt‘s einen Dreikampf an der Spitze und wir sind mit dabei. Wir werden uns jetzt keinen Stress machen und irgendwelche Ziele ausrufen. Wir freuen uns und wissen um unsere Qualität. Aber warum sollten wir jetzt nicht bis zuletzt oben dran bleiben?“

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