Endlich schmerzfrei

Recklinghausen. „Alles, was Spaß macht, hält jung.“ Das sagte der Schauspieler Curd Jürgens, es hätte aber auch von Ingo Häußler stammen können.

Spätestens mit der Verjüngung des Kaders in der vergangen Saison hatte der Spielertrainer der Verbandsliga-Handballer der PSV Recklinghausen gehofft, seinen Plan, sportlich kürzer zu treten, in die Tat umzusetzen. Doch noch ist Häußler unersetzlich. Auch für das Spitzenspiel am Samstag (19.30 Uhr, Sporthalle Nord) gegen Tabellenführer VfL Eintracht Hagen II.

Dabei gehört der 32-jährige natürlich noch lange nicht zum Altmetall. In den vergangenen Jahren hat er sich aber häufig so gefühlt. „Ich hatte in den letzten vier Jahren eine chronische Achillessehnenentzündung. Die habe ich wohl noch aus der Zeit mit Hamm in der 2. Bundesliga. Das war einfach zu viel.“ In diese Saison liegt der Fall aber anders. „Ich bin zum ersten Mal schmerzfrei. Das liegt vielleicht auch daran. dass ich ein bisschen abgenommen habe. Ich habe ja immer gesagt, dass ich weniger spielen möchte. Aber solange ich schmerzfrei bin, spiele ich natürlich auch noch gerne.“ Da fallen dann auch andere Faktoren nicht ganz so schwer ins Gewicht. Häußler ist selbstständig und zudem noch als Familienvater entsprechend eingespannt.

Zeit für Selbstkritik bleibt aber. „In Volmetal habe ich keine gute Leistung gebracht. Wenn dann auch noch ein Stephan Milles einen nicht ganz so tollen Tag erwischt, wird es schon schwer für uns.“ Von den Eigengewächsen, die in der der Vorsaison den Sprung in die erste Mannschaft gewagt hatten, hat sich vor allem Milles als absoluter Leistungsträger etabliert. Mit 70 Treffern (ohne Siebenmeter) ist der 20-jährige bester Werfer der PSV und Nummer sechs der gesamten Liga. Auch Alexander Schriewer, er war vom HSC Haltern-Sythen gekommen, gehört zum Stamm. Cedric Milles und Vincenz Rump gehören in der Regel nicht zu ersten Sieben, sind aber immer ind er Lage Akzente zu setzen.

Die Pleite beim TuS Volmetal war aber auch mit ihnen nicht zu verhindern. Die zuvor punktgleiche PSV verlor dadurch zwei Zähler auf Eintracht Hagen. Die am Samstag aufzuholen wird alles andere als einfach. Unmöglich aber nicht. „Hagen ist keine Mannschaft, die man nicht schlagen kann. Auch sie haben ihre Schwachpunkte. Wir haben auch schon viele Tore geworfen. Eine Niederlage würde Hagen zudem nicht das Genick brechen. Sie sind der Favorit und als solcher können sie eine Niederlage besser verkraften.“ Trotzdem sieht der Coach den Spitzenreiter leicht vorne. „Wenn mich jemand fragen würde, wie ich die Chancen beziffere, würde ich sagen 60:40 für Hagen.“

Daumen drücken ist also angesagt. Nicht nur von den Anhängern und Verantwortlichen der Recklinghäuser. „Wer eine spannende Liga möchte, sollte hoffen, dass wir die zwei Punkte holen. Dann würde es oben knapp bleiben.“

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