PSV I verliert das Derby

Recklinghausen. „Einen besseren Jahresabschluss hätte man sich nicht vorstellen können.“ Detlef Hahnenkamp war noch Minuten nach dem Abpfiff des 34:28-Derbysieges seines HSC Eintracht Recklinghausen über die PSV Recklinghausen sichtlich im Freudentaumel.

Mit einer gehörigen Portion Siegeswillen hatte seine Mannschaft dem ewigen Rivalen diesmal klar ihre Grenzen aufgezeigt.

Für die Verbandsliga-Handballer aus dem Norden der Stadt ist dies nun schon die dritte Niederlage in Folge, so dass sie Tabellenplatz drei nun an den Lokalkontrahenten abtreten mussten. Von einer Krise möchte Spieletrainer Ingo Häußler allerdings nicht sprechen: „Man merkt einfach, dass uns nun die Alternativen fehlen. Im Rückraum haben wir nur einen Auswechselspieler. Bisher ist es eine ganze Weile gut gegangen, aber jetzt merkt man schon, dass uns Spieler wie Thomas Brannekämper oder Gerwin Pommerenke fehlen.“

Der Eintracht kam hingegen die wetterbedingte Absage des A-Jugend-Regionalligaspiels beim TV Ohligs am Samstagnachmittag sehr gelegen. So konnte Hahnenkamp mit einer vollbesetzten Bank antreten und hatte somit auf der konditionellen Seite ein klares Plus. „Ich hoffe, dass wir trotz der Doppelbelastung der Jugendspieler so weiterspielen können. Sie sind für uns sehr wichtig“, so der Eintracht-Trainer, dessen Team mit einem Blitzstart den Grundstein zum Erfolg legte.

0:3 hieß es bereits nach drei Minuten. Diesen Rückstand konnte die PSV zwar wieder aufholen (4:4), ehe der HSC abermals, angeführt von dem stark aufspielenden Kreisläufer Zeljko Troselj, wieder bis zum 10:6 (15.) davon eilen konnte. Dieses Mal wussten die Gastgeber allerdings keine Mittel zu finden, um den Anschluss wiederherzustellen und gingen mit einem fünf-Tore-Rückstand (14:19) in die Halbzeitpause.

„Dafür, dass wir so viele Bälle weggeworfen haben, hat der HSC zu wenig Fehler gemacht. So konnten wir dann auch nicht wieder herankommen. Man sah richtig, dass der HSC den Sieg mehr wollte. Die waren richtig heiß“, resümierte Ingo Häußler.


Seine PSV konnte zwischenzeitlich zwar von 21:27 (46.) auf 25:28 (51.) wieder etwas aufschließen. Doch diese Phase war nur ein leichtes Aufbäumen der Gastgeber, die sich daraufhin wieder zu viele leichte technische Fehler leisteten und die in HSC-Torhüter Stephan Haunert ihren Meister fanden. „Wir haben einfach zu viel verschossen“, benannte der PSV-Coach das Problem, so dass die Eintracht den Abstand bis zum Abpfiff mühelos auf 34:28 weiter ausbauen konnte und verdient die Punkte mitnahm.

Detlef Hahnenkamp frohlockte: „Wenn wir so voll besetzt sind wie heute, haben wir gegen jeden eine Chance. Wir haben das Spiel dominiert und sicher auch verdient gewonnen.“ Besonders die gute Abwehrleistung gegen Häußler im Block und Kremmling am Kreis habe ihm gut gefallen. „Darauf können wir hoffentlich in den nächsten Spielen aufbauen.“

PSV: Papaioannou, Rietdorf – Jacoby (4), Kriegeskorte, Rump (3), Kleine (1), Milles (5), Häußler (4), de Bruyn, Elsen (2), Schriewer (4/1), Kremmling (5)

HSC: Haunert – Troselj (13/4), Witkowski (8), Schomburg (3), Sankalla (2), Onnebrink (1), Huesmann (1), Franke (1), Rosian (5), Dräger

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