TVS wird von Schiedsrichtern verpfiffen

Recklinghausen. Irgendwie war es ein peinliches Bild. Handball-Verbandsligist PSV Recklinghausen feierte am Samstag den 29:27 (12:15)-Erfolg über den TV Menden-Schwitten so euphorisch wie einen verhinderten Abstieg.

Dabei hatten sie den schmeichelhaften Erfolg der furchtbaren Spielleitung der Schiedsrichter Meyer und Koners aus Dortmund zu verdanken. Denn wie dieses Gespann vor allem in der zweiten Halbzeit in den Spielablauf eingriff, spottete jeder Beschreibung. Zwischen der 41. und 60. Minute prasselte eine Flut von Zeitstrafen (14) auf den TVS ein und brachte diesen um den verdienten Sieg.

„Wir haben es nicht geschafft, uns auf die Spielleitung der Schiedsrichter einzustellen, und sind hektisch geworden“, kommentierte Martin Denso die Phase zwischen der 41. und 53. Minute, als aus einem Fünf-Tore-Vorsprung des TVS ein Drei-Tore-Rückstand wurde. Zwischen der 49. und 53. Minute standen mit „Tiho“ Knez und Sebastian Lingstaedt nur zwei Feldspieler auf dem Platz – kein Wunder, dass Recklinghausen die Partie drehen konnte.

Bis zur 40. Minute hatte alles auf den zweiten Schwitten-Auswärtssieg hingedeutet. „Die Mannschaft hatte bis dahin alles richtig gemacht“, fand Martin Denso. In der Abwehr – vor einem wieder einmal sehr starken TVS-Keeper Kevin Peichert – ließ man nichts anbrennen. Vorne führte einmal mehr TVS-Spielertrainer „Tiho“ Knez seine Mannen auf den Erfolgsweg. Stark war auch Torsten Kißling am Kreis.

„Wir hatten auf die Abwehr des PSV immer eine Antwort“, lief nicht nur für Martin Denso alles nach Plan. Zumal seine Mannschaft nach dem Seitenwechsel den Vorsprung bis zur 36. Minute – Knez traf zum 19:13 aus TVS-Sicht – ausbaute. Doch die heimischen Ballwerfer hatten die Rechnung ohne die Schiedsrichter gemacht. Deren Entscheidungen entrissen dann Schwitten den Sieg.

Mehr Sorgen als die Niederlage in Recklinghausen bereitet aber die Erkenntnis, dass im Moment scheinbar grundsätzlich gegen den TVS gepfiffen wird. Denn auch am Samstag setzte sich der Trend aus den Spielen gegen Eiserfeld und Westerholt fort, dass der Gegner nur schreien muss und der TVS unverzüglich mit Zeitstrafen bedacht wird.

So auch in Recklinghausen: PSV-Akteur Hülsmann lief grundsätzlich in den Mann, um dann theatralisch schreiend zu Boden zu sinken. Es bleibt zu hoffen, dass es bald eine einheitliche Linie gibt. Dem TVS, der bislang in allen Spielen zeigte, dass er konkurrenzfähig ist, wäre es zu gönnen.

TV Menden-Schwitten: Peichert, Michael Harnischmacher; Gudat (1), Lingstaedt (5), Koerdt (1), Knez (11/3), Hempelmann (1), Becker (2), Kißling (6), Pavlovic, Denso, Stracke, Schlüter.
 

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