"Ein kurioses Spiel"

RECKLINGHAUSEN. Während die Verbandsliga-Handballer der PSV Recklinghausen mit ihren Fans den 29:27 (12:15)-Erfolg über den TV Schwitten feierten, musste Trainer Kai Müller erst einmal ganz tief durchatmen. „Ein kurioses Spiel“, urteilte der Übungsleiter nach den 60 Spielminuten.
In denen durchlebte Kai Müller eine Achterbahnfahrt der Gefühle. Denn die PSV-Handballer fanden nur schleppend ins Spiel. „Wir haben uns einlullen lassen“, sagt der Coach. „Wir haben nicht die nötige Aggressivität in unsere Angriffe gebracht.“

Das machte sich der Oberliga-Absteiger von Spielertrainer Tihumir Knez zunutze und legte Mitte der ersten Halbzeit eine Zwei-Tore-Führung hin – 6:8. Das Blatt vermochten die Recklinghäuser in der Folgezeit nicht zu wenden. Im Gegenteil. Weil die PSV zu überhastet ihre Angriffe abschloss, konnte sich Schwitten weiter absetzen. Christian Pieper verkürzte von der Siebenmetermarke zur Pause auf 12:15.

Die erhoffte Aufholjagd blieb nach Wiederanpfiff aus. Stattdessen musste Trainer Müller mitansehen, wie seine Mannschaft weiter ins Hintertreffen geriet. „Wir haben keinen Drive ins unser Spiel bekommen“, bedauert Müller. Beim 14:20 hatte er genug gesehen und rettete die PSV in eine Auszeit. In der richtete er offenbar die richtigen Worte an seine Spieler. Max Hülsmann gab mit seinem Doppelschlag zum 16:20 (40.) das Startsignal zur letztlich erfolgreichen Aufholjagd.

Schützenhilfe leisteten hierfür die Gäste. Schwitten kassierte im zweiten Durchgang einige Zeitstrafen wegen Meckerns und eines Wechselfehlers. „Der Gegner hat uns mit seinen Undiszipliniertheiten geholfen“, gab Müller offen zu. Denn in Überzahlsituationen spielte die PSV konzentriert und verkürzte.

Benachteiligt wurde der TVS vom Dortmunder Schiedsrichter-Gespann Jörg Hausmeyer/Christian Koners nicht. Auch die PSV kassierte Zeitstrafen – für Karsten Kremmling war die Partie daher nach 43 Minuten beendet. Von der Tribüne verfolgte der PSV-Kreisläufer die furiose Aufholjagd. Markus Kleine und der überragende Cedric Elsen brachten das Müller-Team mit jeweils zwei Toren zum 21:21 wieder ins Spiel (48.).

Die Schlussphase blieb spannend, da Schwitten die Punkte nicht kampflos herschenken wollte. 65 Sekunden vor dem Ende verkürzte Tihumir Knez für die Gäste zum 27:28. Nachdem Kleine die Vorentscheidung verpasst hatte, bewahrte PSV-Torhüter Michael Rietdorf die Recklinghäuser vor dem Ausgleich. Mit der Schlusssirene traf Pieper zum 29:27-Endstand.
 
PSV RE: Silski, Rietdorf; Brannekämper (n.e.), Jacoby (2), Rump (1), Kleine (4), G. Pommerenke, B. Pommerenke (1), Hülsmann (5), Elsen (12), Pieper (4/3), Kremmling

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