Am Limit

Recklinghausen. Der Gäste-Anhang aus Dortmund-Dorstfeld war zufrieden. Halbzeitführung des Verbandsliga-Tabellenletzten ATV Dorstfeld bei der PSV Recklinghausen: 15:13. Und in der Fußball-Bundesliga führte Kaiserslautern auf Schalke mit 2:1: „Ist doch gut“, grinsten die Sportsfreunde aus Dortmund. Es blieb am Samstag aber nur ein Endergebnis nach ihrem Geschmack. Denn die PSV Recklinghausen legte wieder mal einen erfolgreichen Endspurt hin und besiegte Dorstfeld mit 27:23.

Es war ein Spiel so schwer, wie es PSV-Trainer Kai Müller erwartet hatte. Die Dorstfelder ließen keinen Zweifel daran, dass sie trotz ihrer bis dahin 0:8-Punktblianz nicht gewillt waren, sich als Fallobst brav die Punkte abpressen zu lassen.

Im Gegenteil. In den Worten von Kai Müller: „Mir war klar, dass wir einen Gegner haben, der in seiner Lage in jedem Spiel bis ans Limit gehen muss.“ Die PSV ging mit. Aber bis sie auch vorbei ziehen konnte, das dauerte, bis zur Schlussviertelstunde.

Denn in einem zunehmend nervösen Spiel ließen sich die Gastgeber erstmals nach 25 Minuten die Führung und auch den Gleichstand abnehmen (10:11).

„Wir haben zwischendurch die Ruhe verloren. Halbherzige Schüsse genommen, in der Abwehr zu passiv gewesen“, fasste Coach Kai Müller zusammen.

Die im Tabellenbild als leichte Beute lesbaren Dorstfelder taten, was sie konnten. Konnten auch in der zweiten Halbzeit Recklinghäuser Fehlwürfe und Lücken in der PSV-Abwehr nutzen, um schließlich 17:13 zu führen. Vielleicht half der Ruf von Karsten Kremmling nach diesem Gegentreffer, als er übers Feld blaffte: „Reißt Euch mal zusammen!“ Unterstützung auf dem Platz für die Hilfe, die schon Kai Müller phonstark vom Spielfeldrand aus lieferte. Christian Jacoby und zweimal Andre Kriegeskorte sowie von der Marke Christian Pieper verhalfen den Recklinghäusern zum 19:19-Ausgleich, Cedric Elsen (44.) warf sein Team mit dem 20:19 mal wieder in Führung.

Danach blieben die Recklinghäuser bis zum Schluss am Limit, mussten sie, denn noch zweimal (21:22, 22:23) ließen sie dem ATV die Führung. Dann begann der Finalspurt der PSV. Die Tore warfen Christian Pieper (Siebenmeter), Gerwin Pommerenke (2) und Andre Kriegeskorte, einem Dorstfelder Fehlwurf beim 24:23 für die PSV fügte Torhüter Michael Rietdorf entscheidende Paraden zu - und die PSV hatte sich im dritten Heimspiel den dritten Sieg erkämpft.

„Wir haben noch mal die Kurve gekriegt“, sagte Kai Müller hinterher. Dass es mal wieder erst die Schlussphase war, in der sich sein Team den entscheidenden Vorteil verspielte, merkte er aber auch an: „Mit mehr Cleverness wäre es heute für uns einfacher gewesen.“ Die Recklinghäuser konnten aber übers Ergebnis ihres Spiels sagen: Ist doch gut.

PSV: Rietdorf, Silski - Jacoby (4/1), G. Pommerenke (2), B. Pommerenke (1), Kriegeskorte (3), Pieper (9/6), Hülsmann (2), De Bruyn, Kremmling (4), Elsen (1), Kleine (1)

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