Matalla sichert ersten Punkt

Bis zuletzt mussten sie zittern, standen sich einmal mehr des Öfteren selbst im Weg - doch am Ende durften die Verbandsliga-Handballer des TuS Bommern nach dem 24:24 (12:11) bei der PSV Recklinghausen den ersten Punkt feiern.

„Am Anfang hab’ ich schon gedacht, über dieses und das letzte Spiel gegen Westerholt kann man eine Schablone legen“, so TuS-Trainer Dirk Hille über die Parallelen der Anfangsphasen. Auch am Samstag in der Festspielstadt kamen die Bommeraner überhaupt nicht gut aus den Startlöcher, lagen gleich mit 1:7 und 2:8 hinten. Verständlich, dass Dirk Hille nicht lange zögerte und die grüne Karte zog - Auszeit, 60 Sekunden lang ging es verbal zur Sache. Es war Daniel Lieber, der seine Mitspieler zusammenstauchte, in der Abwehr endlich energischer in die Zweikämpfe zu gehen. „Wehrt euch doch“, forderte er seine Nebenleute auf.

Offenbar bedurfte es genau dieser „Ansage“, um einen Hallo-wach-Effekt zu bewirken. Jetzt endlich griffen die TuS-Handballer konsequenter zu, ließen den Gastgebern nicht mehr diese riesigen Lücken wie zuvor. Und siehe da: Zehn Minuten lang warfen die „Polizisten“ kein Tor, mit dem siebten Gästetreffer in Serie (durch „Oldie“ Olaf Matalla) ging die Hille-Sieben sogar erstmals in Führung - 9:8 (20.).

Bis zum Seitenwechsel (12:11 aus Sicht der Gäste) blieb die Partie nun ausgeglichen. Bommerns Halblinken, Tibor Sipos, hatte die PSV gut im Griff, dafür überzeugte diesmal Daniel Lieber, war neben Keeper André Bauer bester Wittener. Unglücklich für die Hausherren: Hauptangreifer Thomas Brannekämper musste nach einem Foul zeitig vom Feld, ließ sich sogar im Krankenhaus am lädierten Auge behandeln und kehrte nicht mehr ins Spiel zurück.

Dafür hatten die PSV-er zu Beginn der zweiten Hälfte Kreisläufer Karsten Kremling dabei, der verspätet vom Dienst kam - aber gleich zu einer wichtigen Figur im Spiel wurde, selbst noch drei Tore schoss und der Abwehr mehr Stabilität verlieh. Auf der anderen Seite tat sich der TuS Bommern zunehmend schwer, selbst zum Torerfolg zu kommen. In der Rückraummitte bemühte sich Gregor Grajcar redlich, wurde aber oft rigoros gebremst. Beim Stande von 17:17 (42.) vergab er einen Tempogegenstoß - wenig später traf Recklinghausen dreimal in Serie, vor allem Cedric Elsen (neun Tore) war von den Wittenern überhaupt nicht zu stoppen.

Sechs Minuten vor Schluss hieß es 24:20 für die Gastgeber - doch die Vorentscheidung war das noch nicht. Ein rüdes Foul von PSV-Akteur Gerwin Pommerenke an Daniel Lieber brachte ihm die Rote Karte ein, der Wittener indes konnte nicht mehr mitwirken. Bald darauf noch mal Rot gegen die PSV - diesmal traf es Vincent Rump (dritte Zeitstrafe). Jetzt bekam Bommern Oberwasser, nutzte die Freiräume und verkürzte auf 23:24 - u. a. durch zwei Tore des nun dominanten Balazs Imre. Und als dann der Ex-Recklinghäuser Olaf Matalla einen Konter zum 24:24-Ausgleich abschloss, war der erste TuS-Zähler endlich besiegelt.

 

PSV Recklinghausen – TuS Bommern 24:24 (11:12).

PSV-Tore: Elsen (10), Kleine (4), Kremling (3), Jacoby (2), B. Pommerenke (2), Brannekämper (1), G. Pommerenke (1), Rump (1).

TuS-Tore: Lieber (7/3), Matalla (4), Imre (3), Born (2), Kessler (2), Siemienowski (2), Sipos (2), Grajcar (1), Rinke (1).

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