HSC Eintracht dominiert das Recklinghäuser Derby gegen die PSV

RECKLINGHAUSEN. Vorweihnachtliche Gastgeschenke hatte der HSC nicht im Gepäck. Die entschlossen zu Werke gehenden Süder entschieden den Recklinghäuser Handball-Gipfel am Samstag vor 300 Zuschauern in der Sporthalle Nord mit 29:22 deutlich für sich und bescherten der PSV dadurch ihre erste Heimpleite der laufenden Spielzeit.
 

Angetrieben von dem wiedergenesenen Markus Witkowski erwischte der hoch motivierte HSC den besseren Start und setzte sich schnell ab. Bereits nach zehn Minuten versuchte PSV-Coach Kai Müller angesichts eines 3:7 Rückstandes mit einer Auszeit den Angriffsschwung der Süder zu brechen und seine Schützlinge neu einzustellen.
Doch die erhoffte Wirkung blieb aus. Den Hausherren, die auf die Routiniers André Kriegeskorte (Krankheit), Michael de Bruyn (verletzt) und Carsten Kremling (Dienst) verzichten mussten, unterliefen in der Folgezeit etliche Stockfehler, die dem HSC in die Karten spielten.

Die Ballverluste der PSV-Angreifer nutzten die Süder eiskalt und gnadenlos zu einfachen Kontertreffern. Die Gastgeber fanden einfach kein Rezept, die gut sortierte Gäste-Abwehr vor Probleme zu stellen und gestatteten HSC-Trainer Frank Hermann zunächst jedenfalls einen entspannten Abend.

Die Gäste-Sieben mit einem bärenstarken Thomas Onnebrink und dem antrittsschnellen Fabian Huesmann baute die Führung kontinuierlich aus. Und hinten ließ Björn Sankalla PSV-Shooter Cedric Elsen lange wenig Entfaltungsmöglichkeiten. In der 27. Minute schaffte Zeljko Torselj mit dem 18:8 für den HSC ein beruhigendes Polster. Die Spannung im Derby war längst abhanden gekommen. Mit 10:19 aus Sicht der Hausherren wurden die Seiten gewechselt.

Nach Wiederbeginn schien sich der HSC aber seiner Sache wohl zu sicher und weilte gedanklich beim verlängerten Pausentee. Die PSV startete eine ansehnliche Aufholjagd und weckte wieder Hoffnungen bei den eigenen Fans. Angesichts der deutlichen Resultatsverbesserung stellte auch Hallensprecher Lutz Cebulla erfreut fest: „Der PSV-Express nimmt Fahrt auf!“ Die Süder scheiterten gleich mehrfach an PSV-Schlussmann Michael Rietdorf, der im zweiten Abschnitt Christoph Silski ablöste.

Der Vorsprung schmolz, die PSV kam auf Schlagdistanz heran (19:22). Die doppelte Manndeckung für Markus Witkowski und Thomas Onnebrink zeigte Wirkung. Frank Hermann reagierte und ersetzte Stephan Haunert im Tor durch Rico Robert. Das 17-jährige Torwarttalent beendete die HSC-Talfahrt mit einigen Glanztaten. Mit diesem starken Rückhalt fanden die Süder zurück in die Spur, ließen nichts mehr ernsthaft anbrennen und machten alles klar.

PSV: Silski, Rietdorf; Brannekämper (5), Ast, G. Pommerenke (2), Elsen (7), Hülsmann (2), Pieper, Kleine (1), Jacoby (3), B. Pommerenke (1), Rump (1), Heckel
 

HSC: Haunert, Robert; Onnebrink (6), Huesmann (8), Sankalla (2), L. Cengiz (1), Schrief, Troselj (5/2), Ü. Cengiz (1), Sasse (2), Witkowski (4), Clodt, Hettrich
 

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