Keine einfache Nummer

Recklinghausen.

Wie die HSG Lüdenscheid. Am Samstag (19.15 Uhr) will die PSV Recklinghausen beim punktgleichen Tabellennachbarn wichtige Punkte holen, um sich weiterhin vor einem Abrutschen in weniger entspannte Regionen der Liga zu schützen. Zwar fehlt mit Routinier Davor Fath, der sich eine Schultereckgelenksprengung zuzog, ein wichtiger Akteur, gerade zu Hause scheint das Team aber immer noch zulegen zu können. Bisher gab es in der heimischen Sporthalle erst zwei Niederlagen. Auswärts dafür auch nur einen Sieg. „Das erinnert mich ein bisschen an mein Team“, so PSV-Coach Kai Müller. „Es ist für beide Seiten ein wichtiges Spiel.“ Das Hinspiel entschieden die Recklinghäuser deutlich für sich. „Da waren wir klar besser.“ Im Gegensatz zur Sporthalle Nord, besteht in Lüdenscheid jedoch ein striktes Harz-Verbot. „Die Harz-Problematik ist sicher ein Faktor.“ Im Vergleich zum Derby gegen Westerholt ist Christian Jacoby wohl wieder dabei, dafür kann Müller nicht auf die Akteure der Zweitvertretung zurückgreifen.

Es gibt keine kleinen Gegner mehr. Irgendwer hat das mal gesagt, andere benutzen es seitdem. Es wäre nur zu einfach, diese „Weisheit“ auch auf den 15. Spieltag der Handball-Verbandsliga zu übertragen. Trotzdem wäre es falsch. Denn der SV Westerholt, der HSC Eintracht Recklinghausen und die PSV Recklinghausen haben es am Wochenende zwar ausschließlich mit Mannschaften aus der unteren Tabellenhälfte zu tun, klein waren die aber noch nie.

Vielmehr spielen die drei Kontrahenten bisher unter ihren Möglichkeiten. Wie der TuS Volmetal. Mit dem hat es der HSC Eintracht am Sonntag (11.15 Uhr, Heinrich-Auge-Halle) zu tun. „Nach der letzten Woche wollen wir etwas zeigen“, erklärt Trainer Frank Hermann, dessen Mannschaft zuletzt bei Kellerteam TuS Bommern das Nachsehen hatte. „Da war unsere Angriffsleistung erschreckend. Unsere Chancenverwertung müssen wir unbedingt verbessern.“ Fehlen wird dabei aber definitiv Björn Sankalla. Fabian Huesmann laboriert zudem an Rückenproblemen. Auch der Einsatz von Thomas Onnebrink ist fraglich. Hermann: „Wir müssen das Beste daraus machen. Im Hinspiel haben wir unglücklich mit einem Tor verloren.“

Dass der HSC wohl nicht mehr ganz oben angreifen kann, der Rückstand auf Westerholt beträgt sieben Punkte, wurmt den Übungsleiter schon. „Gegen Westerholt haben wir auch unglücklich verloren. Wenn wir komplett sind, können wir jede Mannschaft der Liga schlagen oder zumindest mithalten.“

Wie der TV Schwitten. Den Oberliga-Absteiger hat Tabellenführer SV Westerholt am Samstag (19 Uhr, Halle am Bahnhof) vor der Brust. Und der Respekt ist groß. Erst recht nach dem hart erkämpften 20:19-Hinspielerfolg. „Da haben wir uns verdammt schwer getan“, erinnert sich Trainer Uwe Bekston. „Das ist eine Mannschaft, die viele erfahrene Spieler hat. Wieso die zurzeit so schlecht drauf sind, weiß ich nicht. Das wird aber keine einfache Nummer.“

Um diese Prognose zu unterstützen und die Erinnerung der Spieler ans Hinspiel aufzufrischen, will Bekston seinen Akteuren noch einmal Szenen aus dem Videomitschnitt der Partie vorspielen. „Da werden einige ins Grübeln kommen. Und sehr respektvoll ins Spiel gehen.“ Bei den Mendenern dreht sich Vieles um Spielertrainer Tihomir Knez, der auch der erfolgreichste Werfer des Teams ist.

Dass das Spitzenspiel gegen den OSC Dortmund schon in den Köpfen der Spieler herumspuken könnte, bereitet Bekston keine schlaflosen Nächte. „Je näher das Spiel kommt, desto mehr wollen meine Spieler auch gegen den OSC spielen. Ich habe aber überhaupt nicht den Eindruck, dass irgendeiner die Bodenhaftung verloren hat.“

Stefan Müßner

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