25:26! Schwitten offensiv nicht kalt genug

Menden.Wie sang doch Chartstürmerin Frida Gold: Wovon sollen wir träumen? In Schwitten träumt man seit Sonntagabend von der Gerechtigkeit des Handball-Sports, denn das recht unglückliche 25:26 (12:13) gegen den PSV Recklinghausen war einfach nur tragisch und bitter.

„Was soll ich sagen? Es tut einfach nur weh“, bilanzierte Co-Trainer Martin Denso nach der neunten Niederlage in Folge, die die TVS-Aktien im Abstiegskampf der Verbandsliga 2 weiter sinken lässt. Dass die Niederlage nach vielen Klatschen nun knapp und unglücklich ausfallen musste, ist psychologisch gesehen eigentlich der typische Werdegang eines Absteigers.

Dabei ging es prächtig los, Schwitten gab viel Gas und führte nach Schlüters Treffer schnell mit 4:0 (4.). Nach der Glanztat des starken Keepers Michael Harnischmacher gegen Kleine und Jan Schultes 6:1 rieben sich die wenigen Zuschauer in der Kreissporthalle verwundert die Augen (8.). „Dass wir danach nur noch 19 Tore in 52 Minuten geworfen haben, ist sicherlich eine Erklärung für die Niederlage“, sagte Martin Denso.

In der Tat kam Recklinghausen vor allem deswegen besser in die Partie, weil Schwitten Fahrkarten produzierte (Knez, Becker). Als Sebastian Lingstaedt blank verwarf, traf Rump zum 9:10 (23.). Weil aber Kevin Peichert gegen Pieper und Rump in der Schlussphase der ersten Hälfte prächtig reagierte, war nach Tihomir Knez’ 12:13 alles offen (30.).

Im zweiten Abschnitt blieb die Partie umkämpft und von beiden Seiten offensiv fehlerhaft. Allerdings konnte sich Schwitten an den PSV-Schwächen einfach nicht hochziehen. Selbst Koerdts 18:16 gab keinerlei Sicherheit (40.).

„Wir haben auch heute wieder gesehen, dass viele Spieler in engen Situationen die Verantwortung an Knez oder Lingstaedt abgeben“, haderte Martin Denso.

Die beiden Rückraum-Asse glichen nach Rumps 19:21 schnell aus und sorgten für Hoffnung auf Zählbares (21:21/46.). Doch weitere Fahrkarten (Pasche, Becker) setzten den TVS immer stärker unter Druck. Und als Jacoby zum 22:25 traf, schienen auch diese beiden Punkte bereits weg (54.) zu sein. Doch Schwitten ackerte und zeigte Moral. Pavlovics Doppelpack und ein technisch ganz feiner Siebenmeter des bärenstarken Knez (12/3) sorgten für den kaum noch für möglich gehaltenen Ausgleich (25:25/58.).

Der TVS-Anhang hoffte und bangte, aber es half einmal mehr nichts. Kremlings Kreistreffer zum 25:26 traf das heimische Kellerkind bis ins Mark, und als Andreas Schlüter acht Sekunden vor Schluss an PSV-Keeper Silski scheiterte, war der Traum vom Ende der Negativserie endgültig geplatzt.

TV Schwitten: Peichert, Michael Harnischmacher; Pavlovic (2), Schlüter (2), Knez (12/3), Lingstaedt (2), Becker (3), Koerdt (3), Pasche, Schulte (1), Hempelmann.

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