Lästig bis lässig

Recklinghausen. Dominanz statt Spannung: Was bei der Auslosung nach einem innerstädtischen Pokal-Knaller klang, war am Ende nicht einmal ein harmloses Party-Feuerwerk: Die PSV Recklinghausen besiegte den Lokalrivalen HTV 95/28 mit einer Vorstellung, die irgendwo zwischen lästig und lässig schwankte, im Kreispokal-Viertelfinale mit 33:24 (13:9).
Und PSV-Coach Kai Müller, der die 60 Minuten fast ausnahmslos in gefasster Gelassenheit auf der Bank des Verbandsligisten verbracht hatte, fasste den Abend in der Overberghalle mit zwei Worten zusammen: „Keine Verletzten.“
Die waren auch beim unterlegenen Landesligisten nicht zu beklagen, doch der Grad der Erregung war bei weitem höher, wozu einerseits das nicht souveräne Schiedsrichtergespann und andererseits die Aussichtslosigkeit des eigenen Tuns ihren Anteil beitrugen. „Dieser Ausgang war nun wirklich keine Überraschung“, meinte HTV-Coach Andreas Gutzeit nachher unwidersprochen, aber zumindest gefühlt hätte es doch etwas mehr sein dürfen.

Dass das Team aus König Ludwig die Aufgabe mit dem gebotenen Ernst anging, war jedoch unverkennbar: Eine schnelle 4:1-Führung war die Folge, und auch bis zur 14. Spielminute lagen die Gastgeber noch vorn (6:5). Dann jedoch zog die PSV vorbei und baute den Vorsprung unspektakulär, aber unerbittlich aus.

Und wer auch immer beim Halbzeitstand von 9:13 noch einen Hauch von Überraschung zu wittern meinte, dem wurde nach der Wechsel ganz schnell die Nase freigeblasen. Mit vier Treffern in Serie erhöhten die Mannen aus dem Norden der Stadt auf 17:9, was der Partie schließlich jeglichen Reiz nahm, den Pokalspiele gelegentlich haben. Doch immerhin: Die PSV demonstrierte, dass sie sehr wohl zu gepflegtem Tempospiel fähig ist, und beim HTV hatte man schließlich genug Zeit, sich bereits auf die wesentlichen Dinge zu konzentrieren: Dies sind die nächsten beiden Spiele – und dabei insbesondere die Partie gegen Ickern.

HTV 95/28 Recklinghausen: T. Scheib, M. Scheib; Brunner (10/3), Ostler, Kasperavicius (2), Polnik (2), Schiwek, Lukic (5), Franke (2), Schulz (2), Schmalenbeck (1)

PSV RE: Silski, Beermann; Jacoby (2), Brannekämper (2), B. Pommerenke, Rump (5), Kleine (3), G. Pommerenke (3), Pieper (6/2), Kremling (4), Meinhövel (4), Schikorra (3), Schaepertoens (1) 

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