Kleine Fehler, große Folgen

Recklinghausen.Der letzte Versuch scheiterte. Thomas Brannekämper spielte auf Christian Pieper, der legte auf Linksaußen Christian Jacoby. Der wiederum konnte das etwas ungenaue Zuspiel nicht mehr zum erhofften Tor veredeln. Die sehr ambitionierte aber dann gescheiterte Lösung des letzten Angriffes, ein Kempa-Trick, wurde zum Sinnbild für das Handball-Verbandsligaspiel der PSV Recklinghausen gegen den OSC Dortmund. Mit 22:23 (10:10) verloren die Recklinghäuser und hatten dabei eine Vier-Tore-Führung und einen über lange Zeit sicher geglaubten Sieg verspielt.

Am Ende gaben die kleinen Fehler den Ausschlag. Ein Fehlwurf von Kreisläufer Carsten Kremling. Ein vergebener Siebenmeter von Jacoby. Zwei einfache Gegentore in doppelter Überzahl gewürzt mit einem zu schnellen Abschluss. Bertram Pommerenke nahm den Wurf über Außen, als die Recklinghäuser in der Schlussphase plötzlich mit einem Tor zurücklagen, aber noch Zeit genug gehabt hätten, um eine bessere Position zum Abschluss zu suchen und zu finden.

Die Dortmunder, immerhin Zweiter und zuletzt knapper Sieger gegen Spitzenreiter SV Westerholt, hatten lange Zeit große Probleme gegen das von Trainer Kai Müller erneut gut eingestellte PSV-Team. Im Gegensatz zum Hinspiel, in dem die Recklinghäuser hoffnungslos unterlegen gewesen waren, mit 22:36 verloren hatten und fast nur hinterherliefen, fehlte nicht viel, fehlte vielleicht nur der eine agile Rückraumspieler mehr im PSV-Trikot, um für Jubelstürme im Westerholter Lager zu sorgen, weil der nächste Konkurrent überraschend verloren hätte. Thomas Brannekämper, im Hinspiel nicht dabei, war diesmal der Motor der Recklinghäuser. Er hätte deutlich mehr Unterstützung gebrauchen können. Die aber kam im Angriff zu sporadisch. Cedrik Elsen hatte sichtbar Konditionsprobleme, Gerwin Pommerenke und Christian Pieper fehlte ebenso wie Andre Kriegeskorte die Durchschlagskraft. Die durch Müllers Vorgaben entstehenden Lücken und möglichen Kreisanspiele nutzen die Recklinghäuser selten bis gar nicht. Dass sie dennoch führten, verdient führten, klar führten, sagt viel darüber aus, wie groß die Probleme der Dortmunder in dieser Partie waren.

Sie hatten ihren Ursprung im frühen Wechsel auf der Torhüterposition bei den Recklinghäusern. Christof Silski hatte begonnen, sah keinen Ball. Für ihn kam Michael Rietdorf. Der hatte nur Probleme, wenn bei den Dortmundern fast nichts mehr zu gehen schien, wenn sich Michael Neumaier oder Florian Edeling zum einem Abschluss genötigt fühlten – und in schöner Regelmäßigkeit trafen. Hätte Rietdorf auch diese Würfe entschärft, er wäre der Matchwinner geworden und nicht Markus Schmitz, der das 23:22 für Dortmund erzielte

PSV: Silski, Rietdorf - Brannekämper (5), Jacoby (4/3), B. Pommerenke (3), Rump, Kleine (3), G. Pommerenke, Kriegeskorte (1), de Bruyn, Elsen (3), Pieper (2), Kremling (1)

OSC: Stumpf, Brüske - Lepine (3), Edeling (3) Schürmann (5/3), Tomlik, Kaupen (1), Stoschek (1), Lemke (2), Spöttle, Schmitz (3), Webeling, Neumaier (4)

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