Die PSV Recklinghausen überrascht

Herten. Vor dem Spiel hatte er gesagt, ein Sieg gegen den SV Westerholt käme einer „halben Sensation“ gleich. Nach der Partie konnte sich Trainer Kai Müller über eine gelungene Überraschung freuen. Mit 37:31 (17:16) gewann „seine „PSV Recklinghausen im Handball-Verbandsligaduell bei den favorisierten Westerholtern. „Es ist immer noch eine halbe Sensation. Aber eine schöne.“

 

Für die Westerholter war es die zweite Saisonpleite. Die erste gab es gegen den TV Schwitten. Wie die Recklinghäuser tief in der unteren Tabellenhälfte zu finden. Kein Wunder, dass bei Trainer Ingo Häußler nach dessen Wiedersehen mit seinem Ex-Klub Sarkasmus aufkam. „Zum Glück haben wir die jetzt alle durch.“ Gemeint waren die Kellerteams. Zu denen mussten bislang auch die Recklinghäuser gezählt werden. In der Halle am Bahnhof traten die Recklinghäuser jedoch ganz anders auf.

Das wurde von Beginn an deutlich. Sie agierten direkt mit einer offenen Deckung, auch wenn das nur ein paar Minuten lang anhielt. Dennoch hatten sie den besseren Start für sich, ehe sich die Teams bis zur Pause auf Augenhöhe sehen sollten. Damit war bereits vor dem Seitenwechsel klar, dass es kein einfaches Unterfangen werden würde für den Favoriten. Die Westerholter leisteten sich viele Fehlwürfe und kamen zudem gegen die PSV-Deckung nicht wie gewohnt zum Zuge. Der Mittelblock um Thomas Brannekämper und Kay Sodys, der Zugang deutete an, dass er das möglicherweise vermisste Mosaikteilchen sein könnte, blockte mehrfach Würfe ab, unterband auch Anspiele an den Kreis immer wieder.

Mit einer 17:16-Führung, der ein oder andere Zuschauer auf der Tribüne war durchaus überrascht (Tenor: „Das hätte ich nicht gedacht“), gingen die Recklinghäuser in die zweite Hälfte. Ein knapper Vorsprung, den sie jedoch schnell ausbauen sollten. Bis zur 41. Minute hatten sie sich auf 26:20 abgesetzt. Torhüter Michael Rietdorf war zunehmend Endstation der Westerholter Offensivbemühungen. Denen fehlte es sowieso an Vielfalt. Ganz im Gegensatz zu den Recklinghäusern, bei denen mit Frederik Bell, Brannekämper, Sodys, Cedric Elsen und Kreisläufer Hans Müller gleich fünf Akteure mindestens fünf Treffer erzielten. Westerholt stellte in der Abwehr um, nahm zunächst zwei, dann drei Spieler in Manndeckung, doch mehr als ein 30:34 war nicht mehr drin. „Das war ein verdienter Sieg“, sagte Müller. „Wir haben hervorragend gedeckt und hatten einen überragenden Torhüter. Und was ganz wichtig war: Wir haben die Nerven nicht verloren. Die Jungs haben sich endlich für die Dinge belohnt, die sie unter der Woche machen.“ Auch für Häußler war sein Ex-Team „heute die bessere Mannschaft“, er haderte allerdings auch mit der Trefferquote seines Teams. „Wir haben viele Hundertprozentige vergeben.“

SV Westerholt -
PSV Recklinghausen 31:37

Westerholt: Hess, Pavlakovik - Braun (5), Jacob (1), C. Klasmann (11/3), L. Klasmann, Fr. Hentschel (1), Fa. Hentschel (3), Müller (1), Willam (1), Lichte (2), Leibner (6)

Recklinghausen: Rietdorf, N. Bell - F. Bell (7/1), Brannekämper (5), Baum, Sodys (5), Kleine (4), Hülsmann (3), Elsen (8/3), Müller (5)

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