PSV schafft die Sensation

WESTERHOLT. So abgedroschen die Phrase auch klingen mag – ihre Wirkung verfehlt sie nicht: Derbys schreiben ihre eigenen Gesetze und Ausnahmen bestätigen die Regel. Die PSV Recklinghausen setzte sich in der Verbandsliga überraschend, aber dennoch höchst verdient mit 37:30 (17:16) beim SV Westerholt durch.

Bei den Buchmachern hätte so manch ein Mutiger sich ein goldenes Näschen verdienen können. Und auch PSV-Trainer Kai Müller konnte sein Glück nach dem Schlusspfiff kaum fassen. „Ich bleibe dabei. Für mich ist das eine halbe Sensation“, so Müller.



Der Stachel der Niederlage saß bei Westerholt-Trainer Ingo Häußler besonders tief. „Eine Niederlage gegen meinen alten Verein wurmt mich natürlich doppelt“, so Häußler, dessen Mannschaft – wie in den vergangenen Partien auch – die Anfangsphase verschlief. Kai Sodys brachte die Recklinghäuser Gäste aus dem Rückraum schnell mit zwei Toren in Führung. Die Westerholter hatten ihre liebe Mühe und Not, ein geordnetes Spiel aufzuziehen.

Der Grund lag augenscheinlich auf der Hand: Die PSV begann mit einer offensiven Manndeckung. Und so verfehlten die ersten Geschosse von Westerholts Chrissi Klasmann und Janis Braun das gegnerische Gehäuse.
SVW-Kapitän Fabian Hentschel ging mit gutem Beispiel voran und verkürzte auf 1:2, ehe Linksaußen Braun ausglich (5.). Danach ging es rauf und runter.

Mal führten die Westerholter, wenig später wieder der PSV – eine wirklich anschauliche Partie für mehr als 400 Zuschauer. Erst nach der Roten Karte gegen einen Westerholter übernahmen die Recklinghäuser das Kommando.
Was war passiert? Kai Sodys wurde beim Sprungwurf im Gesicht getroffen. Und dieses Vergehen, gepaart mit hoher Intensität, ergab unter dem Strich die Rote Karte für Ralph Willam (28.).

Das war die Initialzündung für die Gäste, die durch Frederic Bell kurz vor der Pause mit 17:16 in Führung gingen. Wie sollte es auch anders sein – wieder kamen die Hausherren schlecht aus den Blöcken, was den Gästen den Weg zum Sieg ebnete. Die Torquote der Westerholter sank rapide. „Mit zunehmender Spielzeit wurden wir immer hektischer und haben die Linie komplett verloren“, analysierte Häußler.

Die Recklinghäuser spielten sich in einen Rausch. Unterstützt von „Derbysieger, Derbysieger“- Schlachtrufen nahmen sie die Westerholter auseinander. Auch als Cedric Elsen die Rote Karte kassierte (3x 2-Minuten), kam kein Bruch ins Spiel.

So konnte sich die Müller-Sieben nach Spielende von den Anhängern feiern lassen. Ein PSV-Akteur verdiente sich ein Extralob: „Wir hatten einen überragenden Torwart“, lobte Müller die Leistung von Michael Rietdorf.

Suchindex

Autoren

Sponsoren

Aus dem Förderverein

Bildungsspender

Kostenlos helfen!
Unser Verein PSV RE hat einen Spenden-Shop bei BILDUNGSSPENDER dem gemeinnützigen Fundraising-Portal

Weiterlesen ...