Geballte Unzufriedenheit

PSV Reckinghausen II und der HSC Eintracht Recklinghausen trennen sich 18:18.

18:18-Unentschieden. Ein Ergebnis mit dem weder die Verbandsliga-Handballerinnen der PSV Recklinghausen, noch die Spielerinnen des HSC Eintracht Recklinghausen zufrieden sein können. Zwar konnten die Gastgeberinnen den HSC mit dem Remis tabellarisch auf Distanz halten. Der Abstand zum sicheren Klassenerhalt hat sich jedoch für die PSV vergrößert. Für den HSC als Tabellenvorletzter bedeutet der eine Punktgewinn nur ein kleines Fünkchen Hoffnung auf den Klassenerhalt. „Uns fehlen bei fünf verbleibenden Spielen noch sieben Punkte bis zum sicheren Ufer. Das ist sehr viel. Von daher bringt uns das Remis hier nicht weiter”, sagte HSC-Coach Carsten Gerhartz.

Von Beginn an lieferten sich die Tabellennachbarn ein Duell auf Augenhöhe, bei dem sich keiner eindeutig absetzen konnte. Größtes Manko auf beiden Seiten war die Torausbeute. „Unser Problem war heute ganz klar der Angriff. Wir haben es nicht geschafft, den Ball druckvoll durch die Reihen zu spielen”, sagte Kirsten Lübbert, die sich zu ihrem Einstand ein Erfolgserlebnis gewünscht hätte. Dafür waren ihre Spielerinnen allerdings zu unkonzentriert. Zahlreiche Schritt- und Abspielfehler luden die Gäste immer wieder zu Tempogegenstößen ein. „Wir wussten, dass die PSV große Probleme mit dem Zurücklaufen und der Zuordnung hat und das wollten wir ausnutzen”, sagte Gerhartz, dessen Spielerin Anne Voss gleich vier ihrer Tore durch einen Alleingang über 25 Meter erzielte. „Da waren wir im Anpacken nicht konsequent genug”, sagte Lübbert. „Dennoch war der entscheidende Fehler im Angriff entstanden.”

Trotz der zahlreichen Offensivfehler konnten sich die Gastgeberinnen bis zur 52.Minute eine 17:14-Führung erarbeiten, die der HSC allerdings in kürzester Zeit egalisieren konnte. „In der Schlussphase haben meine Spielerinnen noch einmal gezeigt, dass sie nicht verlieren wollen”, sagte Gerhartz, der bis zur letzten Sekunde zittern musste. Zwei Minuten vor Schluss bekam sein Team beim 18:18 noch einmal einen Siebenmeter zugesprochen. Doch die sonst so sichere Siebenmeterschützin Voss scheiterte an der gut aufgelegten PSV-Torhüterin Jenny Nowoczyn.

Im direkten Gegenzug nahm Lübbert eine Minute vor Schluss noch einmal eine Auszeit, um den letzten Angriff vorzubereiten. Der wäre auch fast erfolgreich beendet worden, wenn Iris Wortmann nicht drei Sekunden vor Schluss unsanft am Torwurf gehindert worden wäre. So war es an Katrin Adams, das Spiel per Siebenmeter zu entscheiden. Doch auch bei ihr versagten die Nerven. Sie vergab die letzte Chance des Spiels, so dass es beim 18:18-Unentschieden blieb.

PSV II: Nowoczyn - Adams, Seine, Wortmann, Becker, Strunk, Schulte, Wolf, Vollmann

HSC: Borner, Wernau - Schriewer, Fleer, C. Chur, Berens, Kosczielny, Voss, Balzer, Pieper, Schäferm M. Chur, Berk

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