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"Papa Molle" wird 75

Bei Anwurf des Verbandsligaderbys HSC Eintracht - PSV Recklinghausen am Sonntag um 11.15 Uhr wird Wilhelm Mosdzien natürlich in der Auge-Halle sein. Wer ihn aber am Zeitnehmertisch vermutet, irrt. „Papa Molle“ wird sich einen Platz auf der Tribüne suchen.

„Ich mach’ doch bei beiden den Zeitnehmer, da bin ich keine Partei“, sagt der Recklinghäuser. Für Mosdzien, den jeder im Handballkreis nur unter dem Spitznamen Papa Molle kennt, hat Staffelleiter Andreas Tiemann damit ein besonderes Herz bewiesen. Papa Molle wird am heutigen Freitag 75 Jahre jung. Obwohl er versichert: „Ich geh’ noch lange nicht in Zeitnehmer-Rente“, darf sich Papa Molle am Sonntag so ausnahmsweise mal auf der Tribüne entspannen.

Aber wer wollte schon an seiner Neutralität am Zeitnehmertisch zweifeln? Er, der nie selbst Handball spielte, über Sohnemann Sven (Spitzname: Molle) den Sport entdeckte, und der von sich selbst sagt: „Ich habe schon an jeder Uhr gesessen, die es im Handballkreis gibt.“
Aufregung ist dem Rentner am Tisch fremd. Gegen die Nervosität helfen tütenweise Fruchtgummi-Bonbons, die sich auch bei Spielern und Schiedsrichtern größter Beliebtheit erfreuen. So beliebt, wie der Mann aus König Ludwig in Handballkreisen selbst ist. „Ich habe von fast jedem Verein aus Recklinghausen einen Trainingsanzug“, sagt er stolz. Heute dürfte zu seinem „75.“ der eine oder andere Dress dazu kommen…

Wie unbestechlich Papa Molle an der Uhr ist, bekam ausgerechnet jüngst der HSC Eintracht zu spüren. Nachdem die Hallenuhr samt Anzeigetafel nicht funktionsfähig waren, musste Papa Molle im Spiel gegen HSE Hamm auf Stoppuhr und Hand-Anzeigetafel umstellen.

Pünktlich nach 60 Minuten pfiff er das Spiel ab – zur Verwunderung des HSC, der gerade den vermeintlichen Siegtreffer geworfen hatte.

Hatte er aber nicht. „Das war alles korrekt, wie auch die Schiedsrichter gesagt haben“, sagt der Jubilar, der auf einmal im Fokus stand. „Ich hatte längst die Pfeife im Mund. Ich kann doch nicht so lange warten, bis der Tesch endlich ins Tor wirft.“ Punkt und Schluss.

„Papa Molle“ wird auch in Zukunft die unbestechliche Instanz am Zeitnehmertisch bleiben.
Wenn er nicht seine beiden Enkel Jakob beim Fußball und Katharina zum Reiten begleitet, wird Wilhelm Mosdzien auch die nächsten Jahre seinem Hobby frönen.

Nur heute zu seinem „75.“, den er daheim in König Ludwig feiern wird, ist er quasi „außer Dienst“. „Meine Frau würde mir sonst auch was auf die Mütze geben“, sagt er.
Samstag hat ihn der Handball dann wieder. Und auch Sonntag geht’s nicht ohne Papa Molle. Beim Spiel HSC III gegen PSV IV ist er fest als Zeitnehmer eingeplant. Anwurf: Punkt
9 Uhr.

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